Erstellt am 20. September 2014, 08:34

von APA/Red

Frauenleiche in Bettzeuglade. Einen schrecklichen Fund hat die Polizei in der Gemeinde Strasshof an der Nordbahn am Donnerstagabend gemacht.

 |  NOEN, HANS PUNZ (APA)

Der 22-jährige Stefan Eduard W. aus Strasshof an der Nordbahn ist dringend verdächtig, vermutlich in der Zeit zwischen Ende August 2014 bis 8. September 2014 seine 43-jährige Mutter in der gemeinsamen Wohnung in Strasshof mit zahlreichen Messerstichen getötet  zu haben.

Die Getötete wurde Ende August zuletzt gesehen. Am 18. September 2014 erstatteten Angehörige auf der zuständigen Polizeiinspektion Deutsch Wagram die Abgängigkeitsanzeige.

Hat sich Sohn ins Ausland abgesetzt?

Seitens des Landeskriminalamtes wurde erhoben, dass Stefan Eduard W. am 8. September 2014 sein Bankkonto auflöste. Der auf seine Mutter angemeldete Pkw wurde am Flughafengelände Wien-Schwechat sichergestellt und war dort seit dem 8. September 2014 geparkt.

Des Weiteren fehlen vom Verdächtigen alle persönlichen Gegenstände und sämtliche Kleidungsstücke aus der Wohnung. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg erließ einen internationalen Haftbefehl und ordnete die Veröffentlichung des Lichtbildes des Beschuldigten an.

x  |  NOEN, LPD NÖ

Zum Täter:

Stefan Eduard W. ist ca. 180 cm groß, schlank, hat blaue Augen und trägt kurzes brünettes Haar.
Sachdienliche Hinweise werden an an das Landeskriminalamt Niederösterreich unter der Telefonnummer 059133-30 3333 erbeten.

 Lesen Sie hier die Vorgeschichte zum Mord an der 43-Jährigen:


Die stark verweste Frauenleiche lag in einer Bettzeuglade in einer Kommode. Die Tote war demnach in Decken und Plastik gehüllt – in der ganzen Wohnung stank es nach stark Verwesung. Es bestehe Mordverdacht, die Polizei habe Ermittlungen aufgenommen.

Seit mehreren Wochen tot?

Von Sabine W. war seit längerer Zeit kein Lebenszeichen zu vernehmen. Daher alarmierte ihre Schwester am Donnerstagabend die Polizei. Diese öffnete daraufhin die Wohnungstür der 43-Jährigen in einem Mehrparteienwohnhaus und machte die schockierende Entdeckung. Der leblose Körper dürfte aber seit mehreren Wochen in der Wohnung gelegen sein, hieß es.

Um Todesursache und Todeszeitpunkt heraus zu finden, ordnete die Staatsanwaltschaft Korneuburg eine Obduktion der Leiche an.

Genaue Todesursache steht noch nicht fest

Wie am Samstagvormittag bekannt wurde, liegt ein Gewaltverbrechen vor. Das bestätigte Thomas Heinreichsberger von der Landespolizeidirektion. Wie und auch wann genau die 43-Jährige ums Leben kam, sollte eine Obduktion klären.