Erstellt am 03. Februar 2015, 17:47

von APA/Red

Mordalarm nach Tod einer Obdachlosen in Tirol. Mordalarm in Tirol: Eine 79-jährige Obdachlose, die am 9. Dezember in einem Stiegenhaus tot aufgefunden worden war, dürfte einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sein. Der zuständige Forensiker geht von Fremdverschulden aus, erklärte Ermittler Christoph Hundertpfund am Dienstag.

Der zuständige Forensiker geht von Fremdverschulden aus, erklärte Ermittler Christoph Hundertpfund am Dienstag.

Die Leiche war von einem Passanten in einem öffentlich zugänglichen Stiegenaufgang entdeckt worden. Der Fundort sei aber nicht von der Straße einsehbar gewesen, hieß es. Weil die Umstände der Auffindung bedenklich erschienen waren, wurde damals das Tiroler Landeskriminalamt (LKA) eingeschaltet.

Gutatchten der Gerichtsmedizin geht von Fremdverschulden aus

Zunächst habe aber weder ein natürlicher Todesfall noch ein Gewaltverbrechen ausgeschlossen werden können. Daher seien umfangreiche Ermittlungen und Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt worden. Das nunmehr vorliegende Gutachten der Innsbrucker Gerichtsmedizin geht nach der Spurenauswertung von Fremdverschulden aus.

Über die genaue Todesursache wollte Hundertpfund aus ermittlungstaktischen Gründen nichts sagen. An der Leiche wurde aber eine Gewaltanwendung festgestellt. Auch bezüglich des Motivs sagte der Kriminalist vorerst nichts. Bei dem Opfer soll es sich um eine ortsbekannte Obdachlose handeln.

Die Polizei bat die Bevölkerung um Hinweise. Unter anderem interessierte die Ermittler die Frage, wer die obdachlose Frau untertags am 8. Dezember (Maria Empfängnis) und insbesondere in der Nacht auf den 9. Dezember bzw. am 9. Dezember bis Mittag noch gesehen oder Kontakt mit ihr gehabt hatte. Auch Personen, die zur angegebenen Zeit Wahrnehmungen im Bereich der Dr.-Carl-Pfeiffenberger-Straße in Imst gemacht haben, sollen sich melden.