Erstellt am 23. Juni 2014, 05:18

von APA Red

Mordprozess gegen 37-Jährigen in Linz. Ein 37-Jähriger, der im Vorjahr im Bezirk Perg in Oberösterreich seinen 63-jährigen Stiefvater erschlagen haben soll, muss sich ab Montag in einem Mordprozess im Landesgericht Linz verantworten.

 |  NOEN, Erwin Wodicka - wodicka@aon.at

Ein Gutachten ortet das Risiko weiterer Straftaten, die Staatsanwaltschaft hat die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher beantragt. Ein Urteil wird für Donnerstag erwartet.

Zwischen dem Beschuldigten - er hatte bereits einschlägig mit dem Gericht zu tun - und dem 63-Jährigen soll es immer wieder Streit gegeben haben, am 21. August eskalierte die Situation laut Anklage: Der Stiefsohn habe sein Opfer zunächst mit verschiedenen Gegenständen traktiert und dann mit einer schweren Holzbank auf den bereits blutüberströmten Mann so lange eingeschlagen, bis er tot war.

Der 37-Jährige hat die Tat bisher nicht bestritten, will aber unter Crystal-Meth-Einfluss gestanden und daher nicht zurechnungsfähig gewesen sein. Ein Gutachter sieht das anders: Demnach habe der Angeklagte weniger Drogen konsumiert als angegeben und leide unter einer Persönlichkeitsstörung, die die Zurechnungsfähigkeit nicht aufhebe. Eine Therapie sei nötig, so der Psychiater.