Erstellt am 16. Juni 2015, 01:00

Mordprozess nach Attacke mit Axt in Wien. Weil er einem 50-jährigen Mann, den er in seiner Wohnung in Wien-Meidling aufgenommen hatte, mit einer Axt den Kopf gespalten haben soll, muss sich ein 52-jähriger Frühpensionist am Dienstag wegen Mordes im Straflandesgericht verantworten. Die Bluttat hat sich laut Anklage am 27. Oktober 2014 zugetragen. Die bereits stark verweste Leiche des gebürtigen Slowaken wurde erst am 12. Jänner entdeckt.

Zweifel an der Verhandlungsfähigkeit des Angeklagten  |  NOEN, APA

Der Angeklagte hatte sein späteres Opfer zufällig kennengelernt und dem Obdachlosen einen Schlafplatz angeboten. Dieser nahm dankend an und übernachtete in weiterer Folge regelmäßig in der fremden Wohnung. Dem 52-Jährigen wurde das mit der Zeit zu viel - vor allem der massive Alkoholkonsum seines Mitbewohners soll ihn gestört haben. Er wurde den Mann allerdings nicht mehr los, obwohl er ihn mehrfach aufgefordert haben soll, endlich wieder auszuziehen. Schließlich soll er ihn im Schlaf getötet haben, wobei laut Anklage die Schnarchgeräusche des 50-Jährigen dafür mitausschlaggebend waren.