Erstellt am 10. November 2014, 12:23

Motiv für Bluttat in Oststeiermark offenbar Rache. Das Motiv für den Mord und Selbstmord vergangene Woche im oststeirischen Bezirk Weiz dürfte geklärt sein: Es soll sich um eine Racheaktion gehandelt haben, denn die 21-jährige Ex-Freundin des 45-jährigen mutmaßlichen Täters hatte ihn wegen sexueller Nötigung angezeigt.

Eine weitere frühere Geliebte des Oststeirers tat das gleiche, weshalb er zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt worden war.Die Landespolizeidirektion Steiermark bestätigte am Montag Medienberichte, wonach wenige Tage vor der Bluttat die Urteils-Berufung des 45-Jährigen vom Oberlandesgericht zurückgewiesen worden war.

Ob er den Mord geplant oder im Affekt gehandelt hatte, bleibe wohl ungeklärt. Dass er sich selbst das Leben nehmen wollte, scheint jedoch sein Plan gewesen zu sein: Der Oststeirer trug einen Abschiedsbrief bei sich und hatte die Schlüssel für sein Haus und Nachlass-Unterlagen im Briefkasten seiner Ex-Frau hinterlegt. Mit ihr soll der Mann aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld 20 Jahre lang verheiratet gewesen sein und bis zum Schluss guten Kontakt gehabt haben.

Der 45-jährige Mann war Donnerstagabend zum Elternhaus seiner 21-jährigen Ex-Freundin nach Hofstätten an der Raab gefahren und wollte sie dort sprechen. Da sie aber nicht zu Hause war, zerrte der Oststeirer ihren 46-jährigen Vater vor die Tür und schoss ihm dort aus nächster Nähe mit einer Faustfeuerwaffe, die er legal besaß, in den Kopf. Danach ging er zu seinem Auto und tötete sich selbst. Im Haus hatten sich der neue Freund der 21-Jährigen sowie ihre siebenjährige Schwester im Bad vor dem Schützen versteckt. Der 42-jährige Bruder des Opfers wurde Zeuge der Tat. Sie alle befinden sich in der Betreuung des Kriseninterventionsteams.