Erstellt am 13. Juli 2016, 12:05

von APA Red

ÖAMTC nahm beliebte Biker-Strecken unter die Lupe. Die meisten Motorradfahrer verunfallen auf Bundesstraßen tödlich, sieben beliebte Strecken hat der ÖAMTC nun genau unter die Lupe genommen. Diese seien zwar nicht per se gefährlich, doch aufgrund der starken Nutzung würden sich einige Verbesserungen für mehr Sicherheit anbieten, die auch ohne großen finanziellen Aufwand möglich wären, hieß es am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien.

 |  APA (Archiv)

Auf den untersuchten, naturgemäß kurvigen Strecken sind vor allem unzureichende optische Linienführungen, enger werdende Kurven und fehlende Sichtweiten problematisch. Manche Abschnitte verleiten auch zu überhöhtem Tempo. Oft fehlt bei Leitschienen der so wichtige Unterfahrschutz. Selten aber doch mangelt es dem Straßenbelag an Griffigkeit, zudem sorgen Bodenwellen und Bitumenstreifen für Probleme.

Mit zusätzlichen Hinweistafeln, etwa, dass die Kurve enger wird, durch Leitwinkel, die gerade in schattigen Abschnitten den genauen Kurvenverlauf anzeigen, und Sondermarkierungen am Boden, die das Kurvenschneiden verhindern, könnte enorm viel bewirkt werden, meinte Georg Scheiblauer, Motorrad-Chefinstruktor des ÖAMTC.

Gleichzeitig nimmt er auch die Fahrer selbst in die Pflicht: So mancher überschätzt das eigene Können, ist ungeübt, verwendet die falsche Blicktechnik oder reagiert bei Gefahr durch Schreck- oder Kurvenbremsung. Ein kleiner Prozentsatz sei auch zu schnell unterwegs. Die Erfahrung zeige, so Scheiblauer, dass sich Fahrtechnik-Trainings gerade in heiklen Situation als wertvoll erweisen können.