Erstellt am 20. Mai 2016, 10:15

Mutmaßlicher Sextäter aus Salzburg gefasst. Ein Salzburger, der seine Tochter und deren Cousine sexuell missbraucht haben soll, ist im April in Spanien gefasst worden.

 |  NOEN, APA (Symbolbild/Hochmuth)

Die Staatsanwaltschaft bestätigte einen Bericht der "Salzburger Nachrichten", wonach der 43-Jährige seit 13. Mai in der Justizanstalt Salzburg in U-Haft sitzt. Er soll seine leibliche Tochter von 1999 bis 2008 im Wohnhaus der Familie wiederholt sexuell missbraucht haben.

Das Mädchen war damals zwischen fünf und 14 Jahre alt. Weiters wird er beschuldigt, dass er sich an der damals ebenfalls noch unmündigen Cousine des Mädchens mehrmals vergangen hat. Der Staatsanwaltschaft sei der Fall am 4. Februar 2016 angezeigt worden, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. An diesem Tag ist der polizeiliche Abschlussbericht eingelangt.

Die Ermittlungen wegen des Verdachtes des schweren sexuellen Missbrauchs sowie wegen Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses sind noch nicht abgeschlossen. Die kontradiktorische Vernehmung der beiden mutmaßlichen Opfer durch die zuständige Haft- und Rechtsschutzrichterin müsse noch durchgeführt werden, erklärte die Staatsanwältin.

Die mittlerweile erwachsenen Frauen haben sich am 29. Dezember 2015 an eine Polizeiinspektion im Bezirk Hallein gewandt und von den sexuellen Übergriffen berichtet. Daraufhin wurde das Gewaltschutzzentrum eingeschaltet und es wurden auch Zeugen vernommen, wie Fischer sagte. Die Staatsanwaltschaft habe eine Vernehmung des Mannes im Februar geplant, doch er sei nicht mehr auffindbar gewesen.

Allerdings hat der 43-Jährige den Ermittlern dann selbst eine Spur gelegt. "Er schrieb in sozialen Medien, dass er fort ist und nicht mehr wiederkommt", schilderte Fischer. Anfang April soll der Salzburger auf Facebook gepostet haben, dass er sich in Spanien ein Haus baut. Am 19. April wurde er zur Verhaftung ausgeschrieben. Schon einen Tag darauf soll er in Südspanien festgenommen worden sein. "Er wurde uns am 12. Mai in Österreich übergeben", erklärte die Staatsanwältin. Die Untersuchungshaft sei wegen Fluchtgefahr verhängt worden. Im Vorverfahren habe sich der Mann bisher nicht geständig gezeigt, so Fischer.