Erstellt am 24. Mai 2015, 10:40

Zustand der verletzten Kinder unverändert. Nach dem verheerenden Verkehrsunfall mit fünf Toten in Purgstall a.d. Erlauf (Bezirk Scheibbs) vom Freitagabend ist der Zustand der drei schwerverletzten Kinder am Pfingstsonntag unverändert gewesen.

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Die beiden nach Linz transportierten Mädchen (4 und 5) seien stabil, bei dem Zwölfjährigen in St. Pölten gelte die Lage weiterhin als kritisch, sagte Polizeisprecher Johann Baumschlager auf Anfrage. Kerzen und Blumen am Bahndamm erinnerten am Wochenende an die folgenschwere Karambolage. Die etwa 6.000 Einwohner zählende Gemeinde stand unter Schock. Die Gedanken vieler Menschen waren vor allem bei den verletzten Kindern.

Die Polizei ging davon aus, dass der 26-jährige Lenker des mit acht Personen besetzten Seat Alhambra vor dem Bahnübergang nicht angehalten hatte. Er starb beim Zusammenprall mit dem Zug 7028 der Erlauftalbahn ebenso wie seine Lebensgefährtin (32), zwei Buben (7 und 8) sowie ein Mädchen (11).

"Ohne stehen zu bleiben" auf Bahnübergang gefahren

Ein Augenzeuge, der in der Folge auch zum Ersthelfer wurde, bestätigte in der ORF-Nachrichtensendung "Niederösterreich heute", dass der Lenker "ohne stehen zu bleiben" auf den Bahnübergang gefahren und der Zug "im Bruchteil von Sekunden" da gewesen sei. Der Triebwagen habe das Auto buchstäblich "aufgespießt" und weggeschoben. Er habe sofort einen Notruf abgesetzt, berichtete der Zeuge. Laut Polizei war der Seat mehr als 90 Meter weit mitgeschleift worden. Der Pkw wurde völlig zertrümmert.

Es habe sich um "ein furchtbares Bild" und um "ein schreckliches Szenario" gehandelt, sagte Franz Resperger, Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos NÖ. "Wir sind an unsere Grenzen gestoßen", erklärte Franz Ditzer, Kommandant der FF Purgstall, im Gespräch mit "Niederösterreich heute".