Erstellt am 04. August 2015, 14:06

von APA Red

Nationalteam will "Euphorie entfachen". Das österreichische Basketball-Nationalteam will mit dem einzigen Heimspiel 2015 am Samstag in Wien (20.20 Uhr/ORF Sport+) gegen Japan dazu beitragen, eine Euphorie zu entfachen.

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ÖBV-Präsident Hubert Schreiner sieht das Team diesbezüglich auf einem guten Weg. "Unsere guten Leistungen gegen europäische A-Nationen zeigen, dass wir uns auf dem Vormarsch befinden."

Zuletzt habe man gegen europäische Topnationen wie Italien und Deutschland trotz Niederlagen gute Figur abgegeben, wie auch Teamchef Werner Sallomon befand. Den EM-Teilnehmer aus den Niederlanden hatte man im Rahmen des Trentino-Cups sogar geschlagen. Mit Japan wartet nun allerdings ein neuer Gegner: "Sie spielen einen komplett anderen Stil als wir Europäer. Sie sind sehr schnell und vor allem im Kollektiv stark", analysierte Sallomon. Am 12. August folgt ein Auswärtsspiel gegen Vize-Europameister Litauen.

"Ich will auch in Zukunft für das Team auflaufen"

Mit dabei ist auch Österreichs größte Hoffnung Jakob Pöltl. "Ich will auch in Zukunft für das Team auflaufen", meinte Pöltl, der in Trento sein Debüt gegeben hat. "Ich kann im Team viel lernen. Dort habe ich im Gegensatz zum College-Basketball erfahrene Gegner. Im Training und natürlich in den Spielen." Der in den USA auf der University of Utah studierende Pöltl hatte sich nach der abgelaufenen Saison entschieden, erst nach der Saison 2015/16 am NBA-Draft teilzunehmen. Experten hatten ihm bereits heuer gute Chancen attestiert ,den Sprung in die amerikanische Profiliga zu schaffen.

Das Match ist das erste Aufeinandertreffen mit Japan in der ÖBV-Länderspielgeschichte. Teamchef Werner Sallomon erwartet in dem Test ein "sehr lebhaftes Spiel". Die ÖBV-Herren können gegen Japan auch auf Rasid Mahalbasic zurückgreifen. Der Center ist am Dienstag zur Mannschaft gestoßen.

Die Vorfreude auf das Spiel teilt Sallomon mit seinen Spielern. Kapitän Thomas Schreiner, der vor zehn Jahren (5. August 2005) sein Nationalteam-Debüt gefeiert hat, sieht "eine Möglichkeit, uns vor heimischer Kulisse gut zu präsentieren". Deutlich weniger Erfahrung im Nationalteam weist Pöltl auf. Der 19-Jährige, der erst vergangene Woche sein Team-Debüt feierte, gab zu, "ein bisschen stolz" zu sein, nun auch der Herren-Auswahl anzugehören.

2015 sei eine "Zwischensaison" mit attraktiven Gegnern, betonte ÖBV-Präsident Hubert Schreiner. Die Konzentration gelte bereits dem kommenden Jahr, wenn im September wieder eine EM-Qualifikation, jene für 2017, ansteht. Ziel sei es, "eine sehr starke Mannschaft" zu haben, um die Endrunde zu erreichen.