Erstellt am 25. August 2016, 12:36

WM-Quali: Mit Schaub, Lukse, Gregoritsch gegen Georgien. ÖFB-Teamchef Marcel Koller hat am Donnerstag seinen ersten Kader nach der Fußball-EM bekanntgegeben.

ÖFB-Teamchef Marcel Koller  |  NOEN, APA

Für das erste WM-Quali-Spiel der UEFA-Gruppe D am 5. September in Georgien nominierte der Schweizer mit Louis Schaub, Stefan Stangl, Michael Gregoritsch und Torhüter Andreas Lukse vier Neulinge. Auch Valentino Lazaro ist dabei, er hat bereits das Teamtrikot getragen, war aber nicht bei der EM.

Im Gegensatz zum vierfachen Teamspieler Lazaro haben Schaub, Stangl, Gregoritsch und Lukse noch kein Länderspiel bestritten. "Ich glaube nicht, dass wir zu ausrechenbar geworden sind", sagte Koller bei der Kader-Bekanntgabe in Wien. Er hätte die Betroffenen schon länger im Auge gehabt und wolle ihnen nun eine Chance geben. "Die Spieler haben das mit ihren Leistungen verdient", hielt Koller fest.

Schaut mit starken Auftritten aufgedrängt

Schaub hat sich mit zuletzt starken Auftritten bei Rapid Wien aufgedrängt. Laut Koller könnte der offensive Mittelfeldspieler sowohl auf der rechten Außenbahn als auch im Zentrum zum Einsatz kommen. HSV-Stürmer Gregoritsch, der Sohn von U21-Teamchef Werner Gregoritsch, sei im Angriff ebenfalls vielseitig einsetzbar.

Die Einberufung von Stangl argumentierte Koller mit der Notwendigkeit, auf der linken Abwehrseite einen Ersatz für den zurückgetretenen Ex-Kapitän Christian Fuchs suchen zu müssen. In Tiflis werden außerdem die EM-Teilnehmer Heinz Lindner, György Garics, Jakob Jantscher und Rubin Okotie nicht mit dabei sein.

Lukse, der in der heimischen Bundesliga beim SCR Altach im Tor steht, hatte im vergangenen November schon das Teamcamp in Spanien mitgemacht, erhielt aber keine Nominierung für die Europameisterschaft. Das Schicksal teilt er mit Lazaro, der Ende Mai als letzter Akteur aus dem EM-Großkader gestrichen worden war, bei Meister Red Bull Salzburg in der neuen Saison aber mit ansprechenden Leistungen im Mittelfeld aufzeigte.

Zu der Frage, wer das Kapitänsamt von Fuchs übernehmen wird, hielt sich Koller bedeckt. Er wolle das zuerst mit den Spielern besprechen, hieß es am Donnerstag.