Erstellt am 28. November 2014, 10:12

von APA Red

Neue Dopingfälle im Biathlon-Sport. Kurz vor dem Weltcup-Auftakt der Biathleten sind den Dopingjägern dank Nachtests und neuer Analyseverfahren gleich drei EPO-Sünder ins Netz gegangen. Der Weltverband (IBU) teilte am Donnerstagabend mit, dass ein Trio vorläufig gesperrt wurde.

Zwei der drei ins Visier geratenen Skijäger standen in diesem Jahr schon vor dem Anti-Doping-Hearing-Panel und wurden bestraft.

"Proaktiv" wurden auffällige Proben erneut analysiert

Bisher noch unbescholten war Alexander Loginow. Er wurde nach Angaben der Russischen Biathlon Union (RBU) aus dem Verkehr gezogen. Der 22-Jährige war bereits vor einem Jahr im Training getestet worden. In Loginows Probe vom November 2013 wurde nun eine nicht näher bezeichnete verbotene Substanz gefunden. Die IBU hatte, wie sie erklärte, "proaktiv" auffällige Proben erneut analysiert.

Mit den neuen Analyseverfahren der WADA-Labore sei es den Doping-Fahndern seit dem Herbst möglich, auch weiter zurückliegende Verfehlungen im Kampf gegen EPO-Doping aufzuspüren. "Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, unseren Sport sauber zu halten", kündigte IBU-Generalsekretärin Nicole Resch an.

Jurjewa nach Rückkehr für acht Jahre gesperrt

Bei russischen Biathleten gab es in der Vergangenheit immer wieder Dopingfälle. Zuletzt war eine Woche vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi Irina Starych positiv getestet worden. Sie wurde im Juli von Anti-Doping-Hearing-Panel der IBU für zwei Jahre gesperrt. Im Dezember 2008 waren Albina Achatowa, Jekaterina Jurjewa und Dimitri Jaroschenko des EPO-Missbrauchs überführt worden. Im Vorfeld der WM 2009 in Pyeongchang wurde das Trio gesperrt.

Jurjewa kehrte zurück, wurde aber in diesem Juli wegen wiederholten EPO-Dopings für acht Jahre aus dem Verkehr gezogen. Die ehemalige Weltmeisterin war im vergangenen Jahr bei Trainingskontrollen in Pokljuka zweimal innerhalb einer Woche positiv getestet worden.

Loginow feierte sein Weltcup-Debüt am 28. Februar 2013 mit Platz fünf beim Sprint in Oslo. Im Verfolgungsrennen zwei Tage später sicherte sich der junge Russe mit dem dritten Rang seine erste Podiumsplatzierung. Beim vorletzten Weltcup der Saison erkämpfte er sich mit der russischen Staffel vor heimischem Publikum in Sotschi seinen ersten Sieg.