Erstellt am 20. August 2015, 10:30

von APA/Red

Neue Runde des Titelduells Barcelona gegen Real beginnt. Das Duell um den spanischen Fußball-Meistertitel zwischen Titelträger FC Barcelona und Real Madrid geht in eine neue Runde.

 |  NOEN, APA (epa)

Die Saison der Primera Division beginnt am Freitag. Die Katalanen um Superstar Lionel Messi wollen ihren Titel verteidigen, die Königlichen mit Weltfußballer Cristiano Ronaldo erstmals seit 2012 am Ende wieder ganz oben stehen.

Barca hat nach dem Triple aus Meisterschaft, Cupsieg und Champions-League-Triumph viel zu verteidigen. Dass das ein schwieriges Unterfangen wird, wurde schon vor dem Ligastart deutlich. Sowohl im europäischen Supercup (5:4 nach Verlängerung gegen Sevilla) als auch im nationalen Supercup (0:4,1:1 gegen Athletic Bilbao) agierte die Truppe von Coach Luis Enrique alles andere als souverän, war vor allem in der Defensive anfällig.

Neymar weiterhin außer Gefecht 

Chance zur Revanche gegen Bilbao bietet sich bereits am Sonntag, da kommt es im Baskenland zum dritten direkten Duell innerhalb von neun Tagen. Beim Meisterschaftsauftakt weiter fehlen dürfte der an Mumps erkrankte Offensivstar Neymar. Deshalb ruhen die Hoffnungen vor allem auf Messi, der in den ersten drei Pflichtspielen dreimal getroffen hat.

"Wir werden versuchen, eine großartige Saison zu haben", sagte Kapitän Andres Iniesta über das Jahr eins nach dem Abgang von Routinier Xavi. Neue Spieler können dabei vorerst nicht helfen. Der türkische Teamspieler Arda Turan, der für 34 Millionen Euro von Atletico Madrid verpflichtet wurde, und Rechtsverteidiger Aleix Vidal vom FC Sevilla dürfen aufgrund der Barca-Transfersperre erst ab Jänner 2016 im Trikot der Katalanen einlaufen.

Real steht unter Druck

Bei Vizemeister Real stehen die Stars und Neo-Trainer Rafael Benitez unter Druck. Der 55-jährige Nachfolger von Carlo Ancelotti soll eine titellose Saison vergessen machen. Der mit einem Dreijahresvertrag ausgestattete Spanier will mit einem variablen Offensivpressing die Gegner schnell zu Fehlern zwingen, ohne die Defensive zu vernachlässigen. "Ich weiß, was die Fans wollen: guten Fußball und Siege", sagte der Ex-Napoli-Trainer. Dafür müsse die Mannschaft rund um die Offensivstars Ronaldo, Gareth Bale und Karim Benzema aber daran arbeiten, weniger Tore zu erhalten.

Die Königlichen waren zwar vergangene Saison mit 118 Toren Ligaspitze, kassierten aber mit 38 Gegentoren 17 mehr als Barcelona. Die wichtigsten Neuverpflichtungen sind der gebürtige Linzer Mateo Kovacic, der für 35 Millionen Euro von Inter Mailand gekommen ist, und Rechtsverteidiger Danilo, für den der FC Porto 31,5 Millionen erhielt. Real startet am Sonntag bei Aufsteiger Sporting Gijon in die neue Spielzeit. Der erste "Clasico" findet am 11. November in Madrid statt.

Atletico und Valencia setzen Akzente 

Die Konkurrenz will dafür sorgen, dass die Liga kein Zweikampf bleibt. Atletico Madrid und Valencia setzten - dank asiatischer Investoren - die größten Akzente am Transfermarkt. Bei Atletico soll Jackson Martinez für die nötigen Tore sorgen. "Ich bin in ausgezeichneter Verfassung", sagte der kolumbianische Stürmerstar, für den Porto ebenfalls 35 Millionen Euro erhalten haben soll.

Zusätzlich verpflichtete der Meister der Saison 2013/14 für je 20 Millionen die 21-Jährigen Luciano Vietto von Villarreal sowie Yannick Ferreira Carrasco von Monaco und holte Linksverteidiger Filipe Luis von Chelsea zurück. Den montenegrinischen Innenverteidiger Stefan Savic ließ sich das Team von Trainer Diego Simeone 25 Millionen Euro kosten. Mit Torjäger Mario Mandzukic und Arda Turan wurden aber auch Stützen abgegeben.

Außenseiterchancen für FC Sevilla

Ebenfalls mehr als 100 Millionen Euro gab Valencia aus. Der Tabellenvierte der vergangenen Saison holte mit Rodrigo, Andre Gomes und Cancelo drei Spieler von Benfica Lissabon. Außerdem wurde Stürmer Alvaro Negredo von Manchester City fix verpflichtet. Dorthin dürfte dafür laut Medienberichten Innenverteidiger Nicolas Otamendi wechseln - für kolportierte 40 Millionen Euro.

Außenseiterchancen hat auch Europa-League-Sieger FC Sevilla, der den Abgang von Topstürmer Carlos Bacca zum AC Milan verkraften muss. Nach dem Wechsel von Andreas Ivanschitz von Levante in die Major League Soccer (MLS) zu den Seattle Sounders startet die Saison ohne österreichischen Legionär.