Erstellt am 03. Juli 2014, 18:45

Neue Verkehrsauskunft für Österreich präsentiert. Von Salzburg per Bahn zum Wiener Westbahnhof, auf das Taxi wegen Staugefahr zugunsten der U-Bahn zum Schwedenplatz verzichtet, kurzer Fußweg zum Mediatower.

Der Salzburger Verkehrslandesrat Hans Mayr (Team Stronach) hat zur Präsentation der Verkehrsauskunft Österreich (VAO) mit deren Hilfe am Donnerstag eine "Punktlandung" hingelegt und konstatierte: "Elchtest bestanden". Die Online-Auskunft verknüpft sämtliche relevante Verkehrsträger und ist, wie Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) betonte, bisher "einzigartig in Europa". Für die VAO wurde keine eigene Plattform geschaffen. Die gesammelten Infos - von Reiserouten, sämtlichen Verkehrsmitteln bis zu Verzögerungen - sind auf den Websites bestehender Anbieter abrufbar, also zum Beispiel unter asfinag.at oder der ÖBB-Fahrbahnauskunft Scotty.

Unter der Webadresse der Autobahngesellschaft erhält man daher auch Auskünfte unter anderem zu Zugverbindungen, Carsharing und Fahrrad-Abstellanlagen, Scotty weiß dafür auch über fast 250.000 Kilometer niederrangiges Straßennetz Bescheid inklusive Baustellen, auf der ÖAMTC-Homepage sind unter anderem mehr als 66.000 Haltestellen abrufbar, Höhenprofile für Radfahrer und die Länge von Fußwegen.

Ergänzt werden die Online-Angebote durch eine digitale Routenkarte. Aktuelle Infos kommen unter anderem von den Ländern und dem Radiosender Ö3 als Kooperationspartnern. Für Smartphones wurde eine eigene App entwickelt.

Perfekt sein wird die VAO allerdings erst in einem Jahr. Im Gegensatz zur positiven Erfahrung des Salzburger Verkehrslandesrats scheitert die VAO nach Angaben eines "Kurier"-Redakteurs vorderhand noch an der Aufgabe, für den Weg zur Wiener Redaktion der Tageszeitung ein öffentliches Verkehrsmittel vorzuschlagen. Diese befindet sich nur einen Katzensprung von der U4-Endstelle Heiligenstadt entfernt. Was das System verwirrt: Am gewählten Ausgangspunkt an der Donauplatte liegen mehrere Verkehrsebenen übereinander. Aber auch der A-Klasse-Mercedes, dessen Kippen bei einem Test 1997 dem von Mayr verwendeten Begriff "Elchtest" zu internationaler Bekanntheit verhalf, wurde zu einem zuverlässigen Fahrzeug.