Erstellt am 09. November 2014, 14:37

von APA/Red

Neuer Air-Berlin-Chef stellt alles auf Prüfstand. Der künftige Air-Berlin-Chef Stefan Pichler will bei der angeschlagenen Fluggesellschaft alles auf den Prüfstand stellen.

 "Die bisherigen Bemühungen von Management und Kontrolleuren haben offenbar nicht zu den gewünschten Ergebnissen geführt", sagte Pichler. "Einfach Weiterwursteln funktioniert nicht mehr, weil dazu die finanziellen Mittel fehlen."  

Der frühere Lufthansa-Manager Pichler übernimmt den Chefposten bei Air Berlin am 1. Februar vom bisherigen Vorstandschef, dem Österreicher Wolfgang Prock-Schauer. Er kündigte an: "Bei Air Berlin geht es vor allem darum, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten." Air Berlin hat derzeit konzernweit rund 8.700 Beschäftigte. Die Airline habe mehr als 30 Millionen Kunden, ein vernünftiges Produkt und wertvolle Partnerschaften, sagte Pichler. "Trotzdem werden seit Jahren Verluste eingeflogen. Das macht doch keinen Sinn."

Erneut Führung ausgetauscht

Pichler sagte, er werde in den ersten Monaten seiner Amtszeit zunächst die Strategie überprüfen und die Managementstrukturen anpassen. "In einem zweiten Schritt muss man dann sehen, ob wir die richtigen Köpfe an Bord haben."

Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft steckt seit Jahren in der Krise. Air Berlin tauscht mit dem am vergangenen Montag angekündigten Wechsel zum dritten Mal in nicht einmal vier Jahren seine Führung aus. Prock-Schauer war nur zwei Jahre an der Spitze der Airline. Er hatte im Jänner 2013 den jetzigen Berliner Flughafenchef Hartmut Mehdorn abgelöst.