Erstellt am 23. Februar 2016, 05:45

Neun Verletzte bei Pflegeheimbrand. In der Nacht auf Dienstag ist es in einem Pflegeheim für geistig Behinderte im oberösterreichischen Gramastetten zu einem heftigen Brand gekommen.

 |  NOEN, APA (fotokerschi.at)

Die übrigen 27 Betreuten konnten gerettet werden, bilanzierte die Feuerwehr, die im Großeinsatz stand. Acht von ihnen sowie ein Betreuer wurden verletzt.

Das Feuer war gegen 23.40 Uhr in einer Wohneinheit ausgebrochen. Die installierte Brandmeldeanlage löste Alarm aus. Das anwesende Personal setzte einen Notruf ab und begann sofort damit, die Bewohner ins Freie zu bringen.

Polizei fand männliche Leiche

Alle bis auf einen konnten gerettet werden. Der 67-Jährige wurde im Raum des Brandausbruches vermutet. Aber wegen des dichten Rauches sowie der akuten Einsturzgefahr konnte dieser zunächst nicht mehr betreten werden. Erst am Vormittag gelang es, dorthin vorzudringen. Die Polizei fand eine männliche Leiche, wie sie bekannt gab. Ob es sich um den Vermissten 67-Jährigen handelt, könne allerdings erst nach einer Obduktion beziehungsweise einem DNA-Abgleich mit absoluter Sicherheit gesagt werden.

Flammen griffen rasch auf den Dachstuhl über

Acht Bewohner der Betreuungseinrichtung und ein Mitarbeiter wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in Linzer Spitäler eingeliefert. Die Bekämpfung des Brandes gestaltete sich sehr schwierig: Die Flammen griffen rasch auf den Dachstuhl über. Sie breiteten sich in einer schwer zugänglichen Zwischendecke aus. Erst nachdem das Dach geöffnet worden war, gelang dort ein direkter Löschangriff.

Brand aus wurde erst in der Früh gemeldet. Insgesamt standen neun Freiwillige Feuerwehren mit mehr als 120 Helfern im Einsatz. Das Rote Kreuz schickte sieben Sanitätswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge. Die Ermittlungen zur Brandursache waren Dienstagvormittag noch im Gange.