Erstellt am 13. April 2014, 17:52

Niederländer Terpstra gewann Paris-Roubaix. Der Niederländer Niki Terpstra hat am Sonntag bei staubtrockenen Bedingungen erstmals den Radsport-Klassiker Paris-Roubaix für sich entschieden.

Der 29-Jährige gewann die 112. Auflage durch die "Hölle des Nordens" als Solist 20 Sekunden vor John Degenkolb (GER) und Titelverteidiger Fabian Cancellara (SUI).

Bernhard Eisel wurde nach 257 Kilometern, davon 51 auf den berüchtigten Pflastersteinen, bei seiner 13. Teilnahme starker 13. Für den Steirer aus dem Sky-Team, das mit Geraint Thomas (7.) und überraschend auch Ex-Tour-Sieger Bradley Wiggins (9.) zwei weitere Fahrer im Spitzenfeld hatte, war es das bisher drittbeste Roubaix-Ergebnis. 2006 war er Fünfter geworden, im Vorjahr Zwölfter.

Begehrte Pflasterstein-Siegestrophäe für Terpstra

Terpstra hatte sich rund sechs Kilometer vor dem Ziel aus einer Spitzengruppe, der Eisel nicht angehörte, abgesetzt. Die restlichen Sieganwärter um Cancellara und den Belgier Sep Vanmarcke (4.) vermochten dem Antritt nicht zu folgen. Der vierfachen Sieger Tom Boonen (10.) setzte seinem Teamkollegen aus dem Omega Pharma-Quickstep-Rennstall natürlich nicht nach.

Cancellara, vor einer Woche Sieger der Flandern-Rundfahrt, verlor im Velodrom von Roubaix dann auch noch den Sprint der ersten Verfolger gegen Degenkolb, schaffte es aber zum zwölften Mal in Folge bei einem der großen Klassiker auf das Podest.

Wie der Triplegewinner aus der Schweiz (2006, 2010, 2013) ging auch der mitfavorisierte Slowake Peter Sagan (6.) leer aus. Terpstra feierte hingegen seinen ersten Erfolg bei einem der fünf Monumente des Radsports und durfte zum Lohn die begehrte Pflasterstein-Siegestrophäe stemmen.