Erstellt am 18. Juli 2015, 18:38

von Alex Erber

Vater verwechselte Sohn mit Einbrecher. Die „Bluttat“, die sich heute, Samstag, kurz nach Mitternacht, in der Herzogenburger Katastralgemeinde Oberndorf/Ebene im Bezirk St. Pölten-Land ereignet hat, passierte nicht absichtlich.

Bei diesem Haus in der Michael-Vollrath-Gasse in Oberndorf/Ebene kam es zu dem Unglück.  |  NOEN, Franz Hagl
Es handelte sich vielmehr um ein tragisches Unglück: Ein Mann dürfte bei seiner Heimkehr offenbar den Haustürschlüssel nicht parat gehabt haben und versuchte, dennoch ins Einfamilienhaus einzudringen. Sein Vater hörte verdächtige Geräusche, holte eine Schusswaffe und eröffnete sofort das Feuer. Er verwechselte seinen erwachsenen Sohn mit einem Einbrecher. Dieser hatte Glück im Unglück und dürfte mit einem Streifschuss an der Wange davongekommen sein. Die Nachbarin vom gegenüberliegenden Haus kümmerte sich zuerst um den Verletzten, die Erstversorgung übernahm anschließend der Rettungsdienst.

Wie die Staatsanwaltschaft St. Pölten im NÖN-Exklusivgespräch bestätigte, wird der Vater wegen absichtlich schwerer Körperverletzung angezeigt.