Felixdorf , Wiener Neustadt , Neunkirchen

Update am 10. November 2016, 10:56

von Mathias Schranz und Redaktion noen.at

Polizei klärt Einbruchsserie: Duo in Haft. Im Bezirk Wiener Neustadt und Neunkirchen waren sie aktiv: Dutzende Einbrüche sowie Betrügereien dürften auf das Konto eines Wiener Neustädters und eines Felixdorfers gehen.

Einbruch in Badkantine Waldegg wenige Tage nach dem 1. Einbruch  |  LPD NÖ

Unter anderem soll das Duo dreimal ins Waldbad in Piesting eingebrochen sein, dazu versucht haben, Pfarrern in der Region Geld mit erfundenen Herz-Schmerz-Geschichten herauszulocken.

Mit dem kriminellen Aktivitäten hatte sich das Duo ihren Lebenswandel finanziert. Die Wöllersdorfer Polizei konnte ihnen jetzt das Handwerk legen.

Einbruch in Badkantine Waldegg                                                                   |  LPD NÖ

Umfangreiche Erhebungen der Beamten hatten zu einem DNA-Treffer geführt. Dieser wurde einem 33-jährigen Wiener Neustädter zugeordnet, der sich zu diesem Zeitpunkt bereits wegen anderer Einbrüche in der Justizanstalt Wiener Neustadt in Untersuchungshaft befand.

Bei der durchgeführten Einvernahme des Beschuldigten wurde ein weiterer Täter (26) als Beschuldigter ermittelt. Dieser wurde ebenfalls festgenommen und in die Justizanstalt eingeliefert.

Zahlreiche Einbrüche und Diebstähle

Den beiden Beschuldigten konnten insgesamt 14 Einbrüche in Kantinen, Gasthäuser und Container sowie sieben Diebstähle von Leergut mit einer Gesamtschadenssumme von rund 24.000 Euro nachgewiesen werden.

Einbruch in einen Kaffeeautomaten in Neunkirchen  |  LPD NÖ

Gestohlen wurden bei den Einbrüchen hauptsächlich Spirituosen und Lebensmittel aber auch Bargeld. Die beiden Beschuldigten zeigten sich zu den Taten größtenteils geständig. Die Tatorte befinden sich in den Bezirken Wiener Neustadt, Neunkirchen, Baden, Mistelbach und im Stadtgebiet von Wiener Neustadt.  

Außerdem konnten die Beamten dem Duo sowie einem weiteren Komplizen (27) in Summe 25 Betrugshandlungen nachweisen. 

Betrugshandlungen in Pfarrämtern

Geschädigt wurden Pfarrämter - vier davon im Burgenland -, indem die Beschuldigten unter Verwendung von falschen Namen und Adressen diverse Notlagen vortäuschten, um Spenden zu erbitten.

Die Pfarren wurden zunächst telefonisch kontaktiert, die aufgetischten Geschichten reichten von der notwendigen Versorgung des im Sterben liegenden Vaters, der Großmutter oder eines Kindes bis zum Auftritt als Bewährungshelfer. Insgesamt kamen derart 4.000 Euro zusammen.