Erstellt am 02. August 2014, 11:52

von APA Red

Gericht wies Fortführungsantrag ab. Im Fall der im Jahr 2005 in Innsbruck erstochenen niederösterreichischen Studentin Daniela K. aus dem Bezirk Gmünd hat ein Richtersenat einen von den Eltern eingebrachten Antrag auf Fortführung der Ermittlungen gegen den ehemals verdächtigen Studienkollegen der Frau abgewiesen.

 |  NOEN, www.BilderBox.com
Dies berichtete die "Tiroler Tageszeitung" in ihrer Samstagsausgabe. Die Staatsanwaltschaft hatte sich bereits im März dagegen ausgesprochen.

Die Eltern der Studentin hatten den Antrag auf Fortführung der Ermittlungen gegen den 29-jährigen Kommilitonen der Frau eingebracht, nachdem die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen den Mann Ende Februar eingestellt hatte.

Verdacht konnte nicht bestätigt werden

Der 29-jährige Niederösterreicher, der zuletzt in Australien gelebt und gearbeitet hattet, war am 22. Dezember am Flughafen Wien-Schwechat nach neuerlichen Ermittlungen durch eine "Cold-Case-Einheit" festgenommen worden.

Weil die Staatsanwaltschaft den Fortführungsantrag abwies, musste als letzte Instanz ein Dreier-Richtersenat darüber befinden.

In der Begründung des Senats hieß es laut TT nun:
"Insgesamt stellen die Fortführungswerber der Einstellungsbegründung der Staatsanwaltschaft lediglich einzelne Beweisergebnisse gegenüber und ziehen daraus für den Beschuldigten nachteilige Schlüsse, womit sie ihrer Verpflichtung zur deutlichen Bezeichnung von Gründen, aus denen sich erhebliche Bedenken gegen die der Einstellung zugrunde gelegten Tatsachen ableiten ließen, nicht nachkommen".

Verteidiger Albert Heiss kündigte gegenüber der TT eine Anzeige gegen die Ermittler wegen Amtsmissbrauchs und fahrlässiger Freiheitsentziehung an.

Studentin aus Gmünd wurde in Innsbruck ermordert

Die Studentin war am 23. Juni 2005, zwei Tage vor ihrem 20. Geburtstag, in den frühen Morgenstunden im Innsbrucker Stadtteil Pradl erstochen worden. Ein Pensionist fand die blutüberströmte Leiche der Niederösterreicherin vor einer Telefonzelle.

Die junge Frau war mit zwei Messerstichen in den Brustbereich und in den Rücken getötet worden. Die vom Täter verwendete Tatwaffe, vermutlich ein Küchenmesser, wurde trotz umfangreicher Suchaktionen nicht gefunden.