Erstellt am 24. Februar 2015, 13:34

von APA Red

Kofler trat vorzeitig Heimreise von WM an. Skispringer Andreas Kofler ist am Dienstag vorzeitig von der Nordischen Ski-WM in Falun heimgereist.

Der auch schon bei der WM 2013 und im Vorjahr bei Olympia als Ersatzmann nicht zum Einsatz gekommene Tiroler reiste am Dienstag vor den Großschanzenbewerben aus Schweden ab. Er sehe derzeit einfach keine Chance, sich kurzfristig steigern zu können, so Kofler.

"Natürlich würde ich mir eine andere Situation wünschen. Das ist nicht das Gelbe vom Ei. Ich nehme es aber so hin, wie es jetzt ist. Ich habe hier noch einmal versucht, vorwärtszukommen, das ist mir aus meiner Sicht nicht gelungen", sagte der 30-Jährige. Der ehemalige WM- und Olympiazweite will sich nun in Ruhe in der Heimat auf die weitere Weltcupsaison vorbereiten.

Von ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin gab es Anerkennung für die Entscheidung. "Wir haben das ganz offen und klar besprochen. Ich finde das sehr stark von ihm, dass er auch den Mut hat, zu sagen, ich mache den Sprung nicht mehr und sehe für mich einen anderen Weg. Er weiß sich sehr gut einzuschätzen", sagte Kuttin. Er selbst habe ohnehin auch das Gefühl gehabt, dass Kofler in Falun nicht mehr den unbedingten Willen verspürt habe.

"Es kitzelt nach wie vor"

Kofler ergänzte, er könne jetzt immerhin konzentriert an sich arbeiten. "Ich versuche einfach noch einmal, das Bestmögliche herauszuholen und schaue, dass ich noch ein paar Erkenntnisse für mich gewinne, um noch einmal aufzuzeigen, wenn es möglich ist", erläuterte der Stubaier, der Rücktrittsgedanken von sich wies.

Nach dem misslungenen Großschanzentraining sei ihm aber klar geworden, dass er vom Heimfahren mehr habe, als weiterhin zum Zuschauen gezwungen zu sein. "Ich habe einfach das Gefühl habe, dass es nicht besser wird, wenn ich im Zimmer sitze, sondern ich möchte etwas tun, es kitzelt nach wie vor", so Kofler. Er verlasse sich da auf sein Gefühl. "Ich will es über diesen Weg versuchen, das ist das einzig Logische für mich."

Rückblickend könne er keine Ursache ausmachen, die für den Rückfall nach gutem Saisonstart verantwortlich sei. "Das, was meinen Sprung ausmacht, ist momentan nicht da." Auf der Kleinschanze in Seefeld wolle er sein aus der Balance geratenes Sprungsystem wieder besser auszurichten. "Das ist einzige Weg, damit es besser wird."