Erstellt am 02. August 2014, 13:55

von APA Red

Asyl-Kapazitäten dürften reichen. Das Innenministerium hat sich am Samstag "vorsichtig optimistisch" gezeigt, dass die in den vergangenen Tagen geschaffenen Asyl-Kapazitäten in den Bundesbetreuungsstellen ausreichen werden.

Zuletzt sei die Zahl der Asylanträge im Vergleich zu den Juli-Daten unterdurchschnittlich gewesen, erklärte Sprecher Karl-Heinz Grundböck gegenüber der APA.

Das Innenressort habe sich auf das Wochenende vorbereitet, indem die Betreuungsstellen des Bundes – abgesehen von jener in Traiskirchen – auf eine mögliche Maximalbelastung ausgerichtet wurden. Diese Maßnahme umfasst etwa auch Notbetten in Speisesälen, hieß es.

Mit Stand Samstagmittag waren von den 200 Plätzen noch 140 frei, das heißt, einschließlich Montag könnte man noch so viele Personen aufnehmen, ohne Notquartiere außerhalb der Bundesbetreuungsstellen aktivieren zu müssen.

Zelte nur im Notfall

Diese Notquartiere sind zunächst etwa in Turnsälen auf Liegenschaften des Innenressorts vorgesehen. Erst als letzte Konsequenz sei die Unterbringung in Zelten angedacht. Man befinde sich zwar diesbezüglich im Gespräch mit dem Roten Kreuz, dabei handle es sich aber nur um die letzte Alternative, wurde einmal mehr betont.

"Derzeit sind wir aufgrund der unterdurchschnittlichen Antragszahlen vorsichtig optimistisch", verwies Grundböck auf die jüngsten Zahlen: Während im Juli im Durchschnitt täglich 70 Asylanträge gestellt wurden, waren es am Freitag 50 und am Tag davor 45. "Das entspannt die Situation geringfügig", so der Ressortsprecher.