Erstellt am 07. August 2014, 12:03

von APA Red

4.500 Euro Strafe nach tödlichem Schulbus-Unfall. Nach dem tödlichen Schulbus-Unfall Ende März im Innkreis ist der 48-Jährige Lkw-Fahrer, der den Bus gerammt hat, zu 4.500 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Der Schuldspruch erfolgte wegen fahrlässiger Tötung und mehrfacher fahrlässiger Körperverletzung. Weil die Verteidigung vorerst noch keine Stellungnahme abgab, ist das Urteil aber noch nicht rechtskräftig.

Der Schuldspruch erfolgte wegen fahrlässiger Tötung und mehrfacher fahrlässiger Körperverletzung. Weil die Verteidigung vorerst noch keine Stellungnahme abgab, ist das Urteil aber noch nicht rechtskräftig.

Der Lenker hatte beim Fahren kurz auf sein Handy geblickt und eine Stopptafel übersehen, schilderten die "Oberösterreichischen Nachrichten" in ihrer Donnerstag-Ausgabe den Unfallhergang.

Der Lkw-Lenker bekam eine Geldstrafe in der Höhe von 240 Tagessätzen, das entspricht in diesem Fall 4.500 Euro. Für den Sprecher der Staatsanwaltschaft Ried ist das Urteil angemessen, es werde kein Einspruch erhoben.

Unfall-Verursacher war sofort geständig

Der Beschuldigte hatte eine Stopptafel sowie drei "Rüttler-Querstreifen"übersehen und auf der Kreuzung einen querenden Schulbus gerammt.

Dieser wurde in ein angrenzendes Feld katapultiert. Einige der mitfahrenden Hauptschüler wurden herausgeschleudert. Feuerwehr und Rettung hatten einen Großeinsatz. Noch am Unfallort gestand der Lkw-Lenker ein, dass er während der Fahrt sein Mobiltelefon kontrolliert hatte und abgelenkt war.

Ein Zwölfjähriger starb einen Tag später im Krankenhaus. Drei weitere Kinder wurden schwer verletzt, zwei sind nach wie vor erheblich beeinträchtigt.

Durch den Unfall sind seit etlichen Jahren bestehende Pläne, die Kreuzung durch einen Kreisverkehr zu entschärfen, wieder in Schwung gekommen. Im Spätherbst soll mit dem Bau begonnen werden.