Erstellt am 14. April 2015, 18:46

von APA/Red

Gewilderter Luchs bei Präparator gefunden. Die Ermittlungen rund um verschwundene Luchse im Nationalpark Kalkalpen in Oberösterreich haben die Ermittler offenbar zur Tiefkühltruhe eines Präparators aus dem Linzer Umland geführt.

Dieser soll prompt einen seiner Bekannten, einen passionierten Jäger aus der Nationalpark-Gegend, als Wilderer verraten haben. "Ein Tipp aus der Bevölkerung hat uns zu der Tiefkühltruhe geführt", zitiert die Kronen-Zeitung den Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Steyr, Andreas Pechatschek.

Anzeige gegen den Wilderer erstattet

Darin habe die Polizei die gewilderte Raubkatze in einem Plastiksack gefunden. Die Trophäe war dem Präparator demnach von einem 64-jährigen Jäger zur Bearbeitung geschickt worden. "Dem Verdächtigen drohen nun Anzeigen wegen schweren Eingriffs ins Jagdrecht sowie nach einem Umweltdelikt, wenn die Wilderei die Population gefährdet", so Pechatschek.

Nun muss abgeglichen werden, um welches Tier es sich handelt. Aus dem Nationalpark sind sowohl "Juro" als auch "Jago" verschwunden. Von anderen Männchen - etwa dem alten Luchs "Klaus" und dem aus einem Tierpark entlaufenen "Pankraz" - fehlt bereits seit Längerem jedes Lebenszeichen.

Nationalpark-Direktor Erich Mayrhofer hatte bereits zuletzt angedeutet, dass die Ermittlungen in Richtung eines illegalen Abschusses gehen könnten.