Erstellt am 16. Juli 2015, 16:08

von APA/Red

Hund wurde mutmaßlichen Einbrechern zum Verhängnis. Ein weißer, kleiner Hund ist mutmaßlichen Serieneinbrechern zum Verhängnis geworden. Weil das Tier Zeugen aufgefallen war, konnte in Zusammenarbeit mit der deutschen Polizei ein tschechisches Paar ausgeforscht werden.

Die Frau soll mit dem Tier Schmiere gestanden sein  |  NOEN, APA (archiv)

Das Paar soll in Wohnungen in Oberösterreich, Salzburg und Würzburg eingebrochen sein und Wertgegenstände von mehreren Zehntausend Euro mitgenommen haben, teilte die oö. Polizei mit.

Bereits im November 2014 langten beim Landeskriminalamt OÖ im Zusammenhang mit Wohnungseinbrüchen mehrere Hinweise über das verdächtige Auftreten einer jüngeren Frau mit einem weißen Hund ein. Diese Beobachtungen ließen sich jedoch vorerst nicht konkretisieren. Erst als zu Jahreswechsel in Würzburg (Unterfranken) ein 33-jähriger Mann und ein 23-jährige Frau mit einem solchen Tier festgenommen wurden, nahm auch die Polizei in Linz die Ermittlungen wieder auf.

Frau stand beim Gassigehen Schmiere

Bei den weiteren Recherchen konnten dem Pärchen in Salzburg, Leonding, Eferding, Traun und Freistadt insgesamt elf Einbruchsdiebstähle mit einem Gesamtschaden von 51.000 Euro nachgewiesen werden. Wenn die Frau mit ihrem Chihuahua in der Nähe der Tatorte spazieren ging, stand sie laut den Ermittlern Schmiere, damit ihr Lebensgefährte in ebenerdige Wohnungen in Mehrparteienhäusern einbrechen konnte.

Von der zuständigen Staatsanwaltschaft in Linz wurden gegen beide Verdächtigen europäische Haftbefehle erlassen. Der 33-Jährige wurde zwischenzeitlich in Deutschland zu einer zweieinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Gegen seine Komplizin wurde Ende Juni das Auslieferungsverfahren eingeleitet.