Erstellt am 12. Mai 2015, 19:10

von APA Red

ÖEHV-Team nach Sieg von Frankreich abgestiegen. Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft muss absteigen. Die ÖEHV-Auswahl hat bei der WM in Prag vergeblich auf den richtigen Ausgang der Partie Frankreich-Lettland gehofft. Frankreich gewann aber nach Penaltyschießen 3:2.

Mit diesem Ergebnis schafften beide Teams den Klassenerhalt. Für Österreich hingegen, das zuvor 1:10 gegen Kanada verlor, geht es nächstes Jahr in der B-WM weiter.

Letten verspielten 2:0, Frankreich verpasste 3:2

Der erstmalige Klassenerhalt seit elf Jahren lag lange in Reichweite, doch das Glück stand den Österreichern einmal mehr nicht zur Seite. Lettland war durch zwei Powerplay-Tore von Kapitän Kaspars Daugavins (12.) und Guntis Galvins (23.) 2:0 in Führung gegangen. Im Schlussdrittel gelang Frankreich durch Stephane da Costa (49.) und Sacha Treille (56.) der Ausgleich.

Zehn Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit vergab Frankreich eine Riesenchance, Julien Desrosiers scheiterte. Ein Sieg eines der beiden Teams in der regulären Spielzeit hätte Österreich erstmals seit elf Jahren den Klassenerhalt gesichert.

Im Penaltyschießen verwandelten dagegen alle drei Franzosen (Damien Fleury, Julien Desrosiers, Stephane da Costa) ihre Versuche, Lettlands Keeper Edgars Masalskis konnte keinen einzigen halten. Trotzdem jubelten beide Team über den Verbleib in der obersten Spielklasse.

Finish der Rivalen nicht mehr miterlebt

Frankreich und Lettland kamen auf jeweils fünf Punkte, so wie Österreich. Da die ÖEHV-Auswahl die direkten Begegnungen verloren hat, muss Österreich wie schon bei der Heim-WM 2005 (Wien und Innsbruck), 2007 in Russland (Moskau und Mytischi), 2009 in der Schweiz (Zürich und Bern), 2011 in der Slowakei (Bratislava und Kosice) und 2013 in Helsinki gleich wieder absteigen. In der B-WM geht es nächstes Jahr gegen Mitabsteiger Slowenien, Italien, Polen, Japan und Südkorea.

Österreichs Spieler erlebten die bitteren Minuten nicht in der Halle. Sie hatten zuvor im abschließenden Spiel eine zweistellige Niederlage kassiert. Das ÖEHV-Team unterlag WM-Favorit Kanada mit 1:10 (0:4,0:2,1:4). Es war die höchste Niederlage gegen Kanada seit 22 Jahren, seit einem 0:11 bei der WM 1993 in München. Doch mit Punkten aus dieser Partie war ohnehin nicht zu rechnen, alles konzentrierte sich auf die nachfolgende Partie Lettland gegen Frankreich.

Dreimal konnte Torhüter Bernhard Starkbaum in den Anfangsminuten bei Großchancen klären, ehe Tyson Barrie nach Idealpass von Ryan O'Reilly das 1:0 (7.) besorgte. Durch weitere Tore von Matt Duchene (10.), Taylor Hall (12.) und Aaron Ekblad (15.) schlug sich die klare Überlegenheit des Rekord-Champions in einer auch in dieser Höhe verdienten 4:0-Drittelführung nieder.

Jason Spezza (22.) und Jordan Eberle (36.) legten im Mitteldrittel nach. Zu Beginn des Schlussdrittel gelang immerhin der Ehrentreffer durch Verteidiger Dominique Heinrich (43.). Nathan MacKinnon (43.), und Spezza, dessen Pass Verteidiger Daniel Mitterdorfer ins eigene Tor bugsierte, erhöhten aber innerhalb von zwölf Sekunden auf 8:1. Brayden Schenn (47.) und Duchene (55.) machten die zweistellige Niederlage perfekt. Dennoch stimmten die wieder zahlreichen Fans der Österreicher in der Schlussminute "Immer wieder Österreich" an.