Erstellt am 20. September 2016, 22:51

Ried im gegen Bundesliga-Konkurrent St. Pölten out. Der Aufwärtstrend der SV Ried ist am Dienstag in der zweiten Runde des ÖFB-Cups gestoppt worden. Die Innviertler, die in der Fußball-Bundesliga zuletzt sieben Punkte aus drei Spielen geholt hatten, unterlagen dem SKN St. Pölten auswärts verdient mit 1:2 (0:2) und mussten damit wie 2014/15 (0:1 gegen den WAC) schon in der frühen Bewerbphase gegen einen Ligakonkurrenten die Segel streichen.

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Die Niederösterreicher legten schon vor der Pause durch Tore von Daniel Segovia (13.) und Alhassane Keita (39.) den Grundstein für den Aufstieg ins Achtelfinale. Den in der Offensive über weite Strecken harmlosen Riedern gelang durch Thomas Fröschl (49.) nur der Anschlusstreffer. St. Pölten steht im Cup damit zum vierten Mal hintereinander zumindest im Achtelfinale, vergangene Saison war erst im Halbfinale Endstation für den Finalisten von 2014.

Die Gastgeber hatten vor der Pause die etwas besseren Momente, profitierten aber auch von Fehlern von Ried-Goalie Thomas Gebauer. Der Schlussmann ließ einen Perchtold-Schuss nach vorne abprallen und Segovia konnte via Lupfer ohne große Mühe abstauben (13.). Beim 2:0 kam Gebauer bei einem Ambichl-Freistoß zu spät heraus, Keita profitierte davon und köpfelte ein (39.).

Die Rieder kamen mit viel Schwung aus der Kabine und waren nach einem Treffer der Marke Tor des Jahres auch schnell zurück im Spiel. Fröschl setzte einen eingesprungenen Fersler nach abgefälschter Möschl-Hereingabe ins lange Eck. Damit hatten die Gäste aber ihr Pulver verschossen, St. Pölten war deutlich gefährlicher und hätte eigentlich nachlegen müssen. Vor allem Keita fehlte aber die nötige Effizienz, er schoss am langen Eck vorbei (61.) und scheiterte zweimal alleine stehend vor dem gut reagierenden Gebauer (65., 82.). In der 84. Minute konnte Rieds Schlussmann auch noch bei einem Segovia-Abschluss glänzend parieren.

Ried-Trainer Christian Benbennek hatte stark rotiert, gleich fünf neue Spieler im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen Altach am Samstag gebracht, darunter Torschütze Fröschl. Bei St. Pölten gab es hingegen nach dem 1:1 beim WAC mit Michael Ambichl und dem starken Keita nur zwei frische Spieler zu sehen.

Mit Austria Lustenau und Horn sind am Dienstag in der zweiten Runde des ÖFB-Cups zwei weitere Profivereine auf der Strecke geblieben. Die Vorarlberger unterlagen dem Regionalligisten Amstetten auswärts im Elfmeterschießen 2:3. Die Niederösterreicher zogen ebenfalls in der Entscheidung vom Punkt gegen den Ex-Bundesligisten Grödig den Kürzeren, unterlagen da 2:4.

Lustenau gelang durch Raphael Dwamena in der 81. Minute mit dem 2:1 der vermeintliche Siegestreffer, Patrick Lachmayr (90.+3) rettete den Regionalliga-Ost-Vertreter aber noch in die torlose Verlängerung und ins folgende Elfmeterschießen, wo Dwamena und Christopher Knett für Lustenau vergaben.

Horn rettete sich erst durch einen Orsini-Treffer (90.+3) zum 1:1 in die Verlängerung und ein Djordjevic-Tor zum 2:2 (101.) ins Elferschießen, das am Ende verloren ging, da Albert Vallci und Djordjevic nicht trafen. Für Grödig gab es aber durch die Verletzung von Ex-Ausland-Legionär Markus Berger auch schlechte Nachrichten.

Große Mühe hatten einige weitere Erste-Liga-Clubs im Duell mit Regionalligisten. Der LASK setzte sich bei Kalsdorf erst dank eines Otter-Eigentores in der 77. Minute mit 2:1 durch. Kapfenberg gelang durch einen späten Doppelschlag von Maximilian Ritscher (81.) und Sergi Arimany (87.) ein 4:2-Erfolg bei Union Gurten. Der FAC besiegte Schwaz hauchdünn 1:0. Probleme hatte auch Blau-Weiß Linz beim 2:1-Sieg mit dem Tirol-Ligisten FC Kitzbühel.

Wattens (5:4 i.E gegen Hartberg) und Wiener Neustadt (3:0 n.V. gegen St. Florian) zogen erst spät den Kopf aus der Schlinge. In der ersten Runde waren bereits Bundesligist WAC sowie Erste-Liga-Club Wacker Innsbruck ausgeschieden. Erste-Liga-Tabellenführer FC Liefering nimmt nicht am Cup teil. Die restlichen sieben Begegnungen gehen am Mittwoch über die Bühne, dabei sind sieben Bundesligisten im Einsatz.