Erstellt am 06. September 2014, 16:27

ÖFB-Team: Moralinjektion von Hermann Maier. Österreichs Fußball-Nationalteam hat sich am Freitagabend die letzte Moralinjektion vor dem Auftakt der EM-Qualifikation am Montag (20.45 Uhr/live ORF eins) in Wien gegen Schweden geholt.

Der frühere Skiheld Hermann Maier stattete dem ÖFB-Team wie Anfang der Woche angekündigt einen Besuch ab. Der 41-Jährige erzählte in entspannter Atmosphäre von Höhen und Tiefen seiner Karriere.

"Das war sehr beeindruckend", versicherte Verteidiger Sebastian Prödl nach dem Kennenlernen. "Ich war früher ja ein Fan von ihm." Der Gedankenaustausch mit dem zweifachen Olympiasieger habe auch der Mannschaft gutgetan. Diese geht äußerst zuversichtlich in ihre erste Quali-Aufgabe. "Der Glaube im Team ist sehr, sehr groß, eigentlich riesig", sagte Bremen-Routinier Prödl.

"Müssen Potenzial ausschöpfen"

Klares Ziel ist die Teilnahme an der EM 2016 in Frankreich. Prödl: "Es sollte uns allen bewusst sein, dass die Chancen, wenn wir unser Potenzial ausschöpfen, sehr gut stehen." Immerhin qualifizieren sich 24 statt bisher 16 Teams. Die beiden Gruppenbesten haben ihr EM-Ticket fix, ebenso der beste Gruppendritte. Die übrigen Drittplatzierten spielen im Play-off um vier weitere Plätze.

Österreich steht mit Heimspielen gegen Schweden, Montenegro und Russland ein vorentscheidender Herbst bevor. "Es ist eine enge, schwierige Gruppe mit diesen vier Mannschaften. Aber wir brauchen uns vor niemandem mehr zu verstecken", erklärte Prödl, der auf einen Einsatz in der Innenverteidigung hofft. "Am Montag könnte der erste Schritt passieren."

"Traue dieser Mannschaft wirklich sehr viel zu"

ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner verwies auf die internationale Erfahrung, über die das Team mittlerweile verfüge. "Diese Mannschaft hat sich entwickelt", sagte der Oberösterreicher. Mittlerweile sei nicht mehr der Wunsch nach einer erfolgreichen Qualifikation, sondern ein echter Glaube da. Ruttensteiner: "Ich bin so überzeugt von diesen Spielern, von diesem Trainer, von diesem Betreuerstab, dass sich irgendwann der Erfolg einstellt."

Respekt vor den Schweden und deren Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic sei vorhanden. "Aber ich traue dieser Mannschaft wirklich sehr viel zu", betonte Ruttensteiner. Beobachtet wird das Spiel im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion unter anderem von Scouts von Manchester United und Inter Mailand, aber auch von zahlreichen deutschen Bundesliga-Clubs. Fünf Prozent der 48.500 Tickets gingen an den schwedischen Verband.