Erstellt am 11. Oktober 2014, 08:00

von APA/Red

ÖFB-Team will gegen Montenegro nächsten Sieg. Nach dem 2:1 in Moldawien hat Österreichs Fußball-Nationalmannschaft am Sonntag (18.00 Uhr/live ORF eins) den nächsten Sieg in der EM-Qualifikation im Visier.

Im Heimspiel gegen Montenegro will die Auswahl von Marcel Koller neuerlich drei Punkte einfahren und damit einen wichtigen Schritt in Richtung Teilnahme an der EURO 2016 in Frankreich machen.
Im Gegensatz zu den Österreichern gelang den Montenegrinern vor der Partie im Wiener Happel-Stadion, für die bis Freitagvormittag noch rund 5.000 Karten zu haben waren, kein Erfolgserlebnis. Die mit dem ÖFB-Team punktegleiche Balkan-Truppe schonte in Liechtenstein zunächst einige Stammspieler und kam schließlich nicht über ein 0:0 hinaus. "Aber durch dieses Ergebnis ändert sich nichts an der Ausgangsposition", betonte Koller.

Der Teamchef warnte seine Schützlinge eindringlich vor den Montenegrinern. "Wir müssen voll fokussiert sein, denn sie haben sehr gute Verteidiger und ein sehr gutes Sturmduo", sagte der Schweizer mit Hinweis auf Stevan Jovetic und Mirko Vucinic. Letzterer wurde in Liechtenstein erst zur Pause eingewechselt, dürfte aber in Wien wieder beginnen.

Wer für die Österreicher nach der Sperre von Marc Janko an vorderster Front stürmt, ließ Koller offen. "Da habe ich mich noch nicht festgelegt", meinte der 53-Jährige am Freitag vor dem Abflug aus Chisinau. Der Nationaltrainer verriet lediglich, dass Innenverteidiger Martin Hinteregger für Montenegro fit sein sollte und keine Systemänderung zu erwarten sei - das heißt, die ÖFB-Equipe wird wieder in einer 4-2-3-1-Grundformation agieren.

Ein möglicher Anwärter auf die Rolle des Mittelstürmers ist Rubin Okotie. Allerdings sind auch Varianten mit Marko Arnautovic, Lukas Hinterseer, Martin Harnik oder Andreas Weimann als Janko-Vertreter nicht ausgeschlossen. Weimann wurde nachnominiert und traf am Freitagnachmittag beinahe gleichzeitig mit dem Nationalteam am Flughafen Wien-Schwechat ein. Janko verließ das ÖFB-Hotel noch am Freitag, dürfte aber erst am Montag zurück in seine Wahlheimat Australien reisen.

Den Ausschluss des Sydney-Legionärs sah sich Koller so wie die gesamte Moldawien-Partie auf dem Heimflug noch einmal an. Schon davor hatte der Teamchef noch einmal betont, der Sieg in Chisinau sei verdient gewesen. "Aber es war vielleicht nicht unser bestes Spiel von der Passqualität her. Wir hatten zu viele leichte Ballverluste", gab der Schweizer zu.

Davon konnten sich auch drei steirische Nationalteam-Fans vor Ort überzeugen - und das, obwohl sie eine wahre Odyssee hinter sich hatten. Die Steirer reisten mit einem Auto an, das auf die nicht mitgefahrene Mutter eines der jungen Männer zugelassen war. Deshalb wurde das Gefährt an der rumänisch-moldawischen Grenze konfisziert.

Das Trio kämpfte sich vollgepackt mit Fan-Utensilien für weitere österreichische Schlachtenbummler via Zug Richtung Chisinau und kam nach insgesamt 54-stündiger Reise gerade noch rechtzeitig an. Dafür durften sich die Steirer immerhin über Geschenke von Arnautovic und Sebastian Prödl freuen.