Erstellt am 02. Juli 2014, 20:27

ÖFB will Aufwärtstendenz vorantreiben. Während sich in Brasilien die acht Top-Teams auf die entscheidende WM-Phase vorbereiteten, erfolgte in Wien der Ankick zur neuen Saison im heimischen Fußball.

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Das Cup-Opening von ÖFB und Bewerbsponsor Samsung am Mittwochabend in Wien soll die Ambitionen untermauern, den Stellenwert des Pokalbewerbs zu steigern.

ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig sprach über eine durchwegs positive Tendenz, wenngleich in einigen Bereichen nicht in dem Ausmaß wie erwünscht. Der Werbewert des Samsung-Cups habe sich demnach innerhalb von drei Jahren von 1,26 Millionen Euro (2011) auf 3,86 Millionen (2014) mehr als verdreifacht.

Die Steigerung der Zuschauerzahlen konnte da nicht mithalten. Von der Saison 2011/12 auf die vergangene stieg die Zahl der Stadionbesucher von gesamt 99.084 auf 102.069. "Wir wollen bei den Zuschauern einen echten Schub nach vorne", gab Ludwig daher als eines der Ziele aus. Mit einer bis 2017/18 gesicherten TV-Vereinbarung, einer Erhöhung der Prämien und weiteren Maßnahmen wollen Fußball-Bund und Samsung für Rückenwind sorgen.

Die wichtigsten Daten und Fakten zum Samsung-Cup 2014/15:

  • Mit dem neuen Slogan "Tore für Europa" soll zum Ausdruck gebracht werden, dass der Cup der schnellste Weg nach Europa ist. Sechs Siege bringen einen Platz in der Europa-League-Qualifikation, der Cupsieger steigt eine Runde später ein als jene Vereine, die sich über die Bundesliga qualifizieren.

  • Gemäß neuem UEFA-Reglement erhält ab der kommenden Saison nur noch der Cupsieger einen Europacup-Platz, der Final-Verlierer nicht mehr. Gewinnt der Meister auch den Cup, wird der freie Europacup-Startplatz künftig über die Bundesliga vergeben. St. Pölten ist damit der letzte "Lucky Loser".

  • Amateurteams haben bis zum Achtelfinale Heimrecht.

  • Die Zuschauereinnahmen bleiben - wie schon in der vergangenen Saison - bis zum Halbfinale komplett dem Heimverein. Dafür erhält der Gastverein 65 Prozent der Bewerbsprämien und der Gastgeber nur 35 Prozent.

  • In dieser Saison nehmen wieder 64 Mannschaften am Cupbewerb teil, darunter 19 Vereine der Bundesliga. Nicht dabei ist der FC Liefering, da der Erstligist in mehrheitsbestimmendem Eigentum von Red Bull ist und der Konzern mit Salzburg schon vertreten ist.

  • Prämien gibt es ab der zweiten Runde (10.000 Euro pro Spiel). In der dritten Runde gibt es 25.000 Euro (10.000 für Heimverein, 15.000 für die Gäste), im Viertelfinale 60.000, im Halbfinale 100.000. Der Finaleinzug bringt jedem Club 150.000 Euro.

  • Für den Torschützenkönig gibt es eine Prämie von 10.000 Euro, mit einem Betrag in gleicher Höhe wird der Fair-Play-Sieger belohnt. RB Salzburg hat in der abgelaufenen Saison alles abgeräumt: Neben dem Pokal und dem Fair-Play-Preis erhielt Stürmer Alan auch die Prämie für den Torschützenkönig.

  • Der TV-Vertrag mit dem ORF, der die Erstrechte erworben hat, wurden bis 2017/18 verlängert. ATV erwarb die Zweitrechte bis 2015/16.

  • Im Juni des Vorjahres wurde das Finale für fünf Jahre an Klagenfurt vergeben. Mit einer Ausnahme: Sollten die beiden Wiener Großclubs Rapid und Austria das Finale bestreiten, würde dieses im Wiener Ernst-Happel-Stadion ausgetragen werden. Das Endspiel 2014/15 ist für 3. oder 4. Juni angesetzt.