Erstellt am 20. November 2015, 13:29

von APA Red

ÖGB kritisiert Aufweichen der Registrierkassenpflicht. Der Gewerkschaftsbund wehrt sich gegen die immer weitere Aufweichung der Registrierkassenpflicht.

Jüngst hatte das Burgenland laut über eine Verzögerung bei dieser Maßnahme gegen Steuerbetrug nachgedacht. Kommt die Kassenpflicht nicht wie geplant, muss eine Gegenfinanzierung gefunden werden - etwa Vermögens- und Erbschaftssteuern, so Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB.

"Wer auch immer jetzt gegen die beschlossene Gegenfinanzierung der Steuerreform querschießt, dem sei gesagt: Wir ArbeitnehmerInnen werden nicht auf die Lohnsteuer-Entlastung verzichten, und wir werden sie uns nicht durch die Hintertür selbst bezahlen", betonte Achitz am Freitag in einer Aussendung. Er erinnerte daran, dass die Registrierkassenpflicht dafür sorgen soll, dass die Mehrwertsteuer, die die Konsumenten bezahlen, vom Verkäufer auch abgeführt wird.

"Und noch einen Punkt darf man nicht vergessen: Wenn die schwarzen Schafe unter den Unternehmern weniger Schwarzgeld in die Tasche bekommen, ist es für sie auch nicht mehr so leicht, ihre Beschäftigten ganz oder teilweise schwarz zu bezahlen", erinnerte Achitz. Die Gewerkschaft vida wiederum befürchtet, dass es den Gegnern der Registrierkassenpflicht darum geht, einige schwarze Schafe unter den Unternehmern zu schützen.