Erstellt am 21. Mai 2015, 23:29

ÖH-Wahl: AG vorne, linke Mehrheit hält. Bei den Wahlen zur Bundesvertretung (BV) der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) wird die VP-nahe AktionsGemeinschaft (AG) voraussichtlich wieder stärkste Fraktion.

 |  NOEN, APA

Die linke Mehrheit aus Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS), Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ), Fachschaftlisten (FLÖ) und Fraktion Engagierter Studierender (FEST) dürfte aber halten.

Nach Auszählung von 81 Prozent der Stimmen kommt die AG auf 27 Prozent der Stimmen (16 Mandate). Dahinter folgen GRAS (21,3 Prozent bzw. 13 Mandate), VSStÖ (16 Prozent bzw. neun Mandate) und JUNOS-Studierende (11,5 Prozent und sechs Mandate). Die FLÖ liegen bei 9,1 Prozent und fünf Mandaten, die FEST auf 4,4 Prozent und zwei Mandate. Damit käme die derzeitige Exekutive aus GRAS, VSStÖ, FLÖ und FEST auf 29 von 55 Mandaten in der BV.

Negativrekord bei Wahlbeteiligung

Ebenfalls den Einzug in die BV schaffen würden demnach die beiden Kommunistischen Studentenverbände, der Ring Freiheitlicher Studenten sowie die Spaßfraktion "Die Liste". Die Wahlbeteiligung liegt nach diesem Auszählungsstand bei 24 Prozent, dürfte aber noch etwas ansteigen.

Die AG wurde stimmenstärkste Fraktion an den Unis Wien und Innsbruck. Die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) holten sich dafür die Uni Graz.

An der größten Uni des Landes, der Uni Wien, gab es dabei ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen AG (24 Prozent), Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) (22 Prozent) und GRAS (21 Prozent) mit dem besseren Ende für die VP-nahen Studenten. Eine klare Sache war es für die AG - mit fast 50 Prozent - dagegen an der Uni Innsbruck, der drittgrößten Uni Österreichs.

Die GRAS sicherten sich mit der Uni Graz die zweitgrößte Hochschule: Sie erreichten dort 29 Prozent der Stimmen. Auf den Plätzen folgten die Fachschaftslisten (FLÖ; 19 Prozent) und die AG (17 Prozent)

An den Kunstunis setzten die GRAS ihren Erfolgslauf fort. Auch an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) holten sie mit 33,7 Prozent den ersten Platz. Mit großem Abstand folgen hier die Fraktion Engagierter Studierender (FEST) mit etwas über 16 Prozent und die Aktionsgemeinschaft (AG) mit knapp weniger als 14 Prozent.

Die FLÖ konnten sich an der Medizinischen Universität Wien behaupten. 32,3 Prozent bedeuten dort Platz eins. Der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) kommt dort auf ungefähr 19 Prozent, gefolgt von den JUNOS-Studierenden (15,6 Prozent).

"Grundsatzdiskussion" notwendig

Auch NEOS-Chef Matthias fand sich in der ÖH-Bundesvertretung ein. Er zeigte sich optimistisch, dass der NEOS-Ableger JUNOS-Studierende in der Endabrechnung "zweistellig sein werden". Das sei überraschend, man habe nämlich "mutige Themen angesprochen", erklärte Strolz, der betonte, dass er sich über ein JUNOS-Ergebnis über acht Prozent sehr freuen würde.

Die sich abzeichnende niedrige Wahlbeteiligung sei "schmerzhaft", so der ehemalige ÖH-Vorsitzende an der Uni Innsbruck. Es werde der Hochschülerschaft nicht erspart bleiben, eine "Grundsatzdiskussion" zu führen. "Dafür wünsche ich der ÖH alles Gute", sagte er.