Erstellt am 07. Juni 2014, 21:36

Österreich besiegte Norwegen in EM-Quali-Play-off. Der Kampf um ein Ticket für die WM 2015 in Katar wird für Österreichs Handball-Männer zur Zitterpartie.

Im Hinspiel des Qualifikations-Play-offs feierte Rot-Weiß-Rot am Samstag in Wien zwar einen 28:26-(15:16)-Erfolg gegen Norwegen, muss den knappen Vorsprung aber im Rückspiel in Bergen am kommenden Samstag (15.00 Uhr) verteidigen.

Damit war auch das Debüt des erst vor wenigen Tagen eingebürgerten gebürtigen Litauers Romas Kirveliavicius (2 Treffer) von Erfolg gekrönt. Top-Werfer Österreichs war aber Flügel Raul Santos mit 7 Toren, Vitas Ziura und Kapitän Viktor Szilagyi steuerten je 6 Tore bei. Holt man das Ticket, wäre es für die ÖHB-Auswahl nach Platz elf bei der EM im Jänner in Dänemark das zweite Großereignis in Serie.

Vor 4.500 Zuschauern in der Albert-Schultz-Halle nützte Österreich den schwachen Start des relativ jungen, im Unbruch befindlichen Gegners, der in anderer Formation bei der EM Platz 14 belegt hatte, zu einer frühen 6:3-Führung in der zehnten Minute. Doch es gelang nicht, den Schwung mitnehmen und das Plus auszubauen.

Einzelaktionen führten zu Treffern

Spielerisch lief wenig, meist führten Einzelaktionen von Szilagyi oder Ziura zu Treffern. Im Rückraum fand mit Abstrichen nur Alexander Hermann zu Form, weder Janko Bozovic noch Lucas Mayer sorgten für Gefahr. Und Roland Schlinger musste die Partie verletzt von der Tribüne aus verfolgen. Kirveliavicius kam vorerst nur in der Defensive zum Einsatz.

So wurde nach einem 4:0-Lauf der Gäste aus einer 11:9-Führung innerhalb von fünf Minuten ein 11:13-Rückstand, immerhin hielt man sich mit dem 15:16 zur Pause alle Möglichkeiten offen. Die zweite Hälfte begann mit drei Toren - darunter auch einem des nun offensiv eingesetzten Kirveliavicius - für die ÖHB-Truppe gut, Santos brachte die Hausherren schließlich erstmals seit der 20. Minute wieder mit 20:19 in Front (36.).

Doch obwohl Szilagyi und Co. nach Seitenwechsel verbessert agierten, wollte der rot-weiß-rote Knoten nicht so recht platzen. Die Partie war weiter von Fehlern geprägt und blieb bis zum Finish ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Eine Zwei-Tore-Führung (27:25/58.) blieb das höchste der Gefühle, mit einem Kontertor in der Schlusssekunde sorgte Santos dafür, dass man in einer Woche zumindest einen Mini-Polster hat.