Erstellt am 24. Mai 2014, 15:23

von APA/Red

Österreicherin ging in Cannes leer aus. Die österreichische Regisseurin Jessica Hausner ist mit ihrem Film "Amour Fou" bei der Preisverleihung in der Nebenschiene "Un certain regard" der Filmfestspiele Cannes Freitagnacht leer ausgegangen.

Die Auszeichnung ging an den Ungarn Kornel Mundruczo für sein futuristisches Werk "White God"über umherstreunende Hunde, die gegen die Menschen rebellieren.

Der Preis der Jury in der renommierten Sektion "Un certain regard" ging an den schwedischen Filmemacher Ruben Östlund für seine bissige Komödie "Turist"über eine Familie, die vom Vater nach einem Lawinenabgang sich selbst überlassen wird. Für die Dokumentation "The Salt of the Earth"über den brasilianischen Fotografen Sebastiao Salgado, den Wim Wenders mit Salgados Sohn Juliano gedreht hat, gab es den Spezialpreis.

Am Samstagabend gehen die Filmfestspiele mit der Vergabe der Goldenen Palme zu Ende. Das starke Programm macht die Vergabe der Goldenen Palme der Jury unter Vorsitz der neuseeländischen Regisseurin Jane Campion diesmal besonders schwer.

Gleich mehrere Filme gelten in diesem Jahr als preiswürdig, darunter "Mommy" des erst 25-jährigen Kanadiers Xavier Dolan. Aber auch die Japanerin Naomi Kawase hat mit ihrem meditativ-poetischen Drama "Still the Water" gute Chancen, genauso wie Bennett Millers "Foxcatcher" oder Mike Leighs "Mr. Turner".

Im Vorfeld wurde der britische Regisseur Matthew Warchus mit dem schwul-lesbischen Filmpreis "Queer Palm" ausgezeichnet. Er erhielt die Auszeichnung am Freitagabend für seinen Film "Pride", wie die Veranstalter mitteilten. Darin erzählt Warchus die Geschichte von homosexuellen Aktivisten, die sich in den 80ern mit streikenden Bergarbeitern in Großbritannien solidarisierten.