Erstellt am 26. Juli 2016, 10:40

Unwetter sorgten erneut für Probleme. Verschiedene Bundesländer waren am Montagabend und in der Nacht erneut von schweren Unwettern betroffen.

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In NÖ waren in den Bezirken St. Pölten und Melk 53 Feuerwehren mit 750 Mann bei Einsätzen beschäftigt, im Salzburger Pongau waren zwei Almen kurzfristig nicht erreichbar. In den obersteirischen Bezirken Murau und Bruck-Mürzzuschlag wiederum führten Geweitter zu Überflutungen und Vermurungen.

Ein Hotspot dabei war vor allem Hofstetten-Grünau, wo noch immer zahlreiche Keller unter Wasser standen. In der Gemeinde war auch eine 40-köpfige Katastropheneinheit aus dem Abschnitt Herzogenburg mit zwölf Einsatzfahrzeugen tätig. In Rabenstein wurde ebenso noch abgepumpt wie in Wilhelmsburg und Böheimkirchen.

Im Bezirk Melk war vor allem Kilb von dem Unwetter getroffen worden. Dienstagvormittag standen laut Resperger nach wie vor etliche Keller unter Wasser, mehrere Straßenzüge waren verschlammt. 17 Feuerwehren waren weiterhin im Einsatz. "Die Aufräumungsarbeiten werden vermutlich noch den ganzen Tag andauern", sagte der Sprecher.

In Salzburg haben die jüngsten Unwetter insgesamt nur geringe Schäden angerichtet. Im hinteren Ellmautal bei Großarl (Pongau) verlegte jedoch gegen 20.30 Uhr ein Erdrutsch die Straße. Die Fahrbahn konnte von der Feuerwehr mithilfe eines Traktors aber binnen einer Stunde wieder frei geräumt werden.

Weil zugleich ein wasserführender Graben über die Ufer trat und Geröll auf den Güterweg schwemmte, waren die Filzmoos- und die Loosbühelalm - zwei bekannte Almen am Ende des Ellmautals - kurzzeitig nicht erreichbar. Viele der Gäste die am Abend noch auf den Hütten waren, mussten bis 22.00 Uhr warten, ehe sie heimfahren konnten.

In den Bezirken Murau und Bruck-Mürzzuschlag gab es Überflutungen und Vermurungen. In Neumarkt und Scheifling wurden Straßen verlegt, ebenso am Pogusch und im Stanztal. Die L104 bei Pernegg ist noch für mindestens zwei Tage gesperrt. Die Feuerwehren verzeichneten 78 unwetterbedingte Einsätze.

In Mariahof in der Gemeinde Neumarkt in Steiermark und in Scheifling (Bezirk Murau) wurden die B317 und L513 durch Murenabgänge verlegt und waren bis zur Räumung durch die Straßenmeisterei nur erschwert passierbar. In St. Lorenzen bei Scheifling trat ein Bach über die Ufer und überflutete zwei Gemeindestraßen. Das Wasser drang in zwei Häuser ein und riss eine Hauszufahrt weg.

Am Pogusch im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag blockierte eine Mure die L123, diese musste für die Aufräumungsarbeiten für rund eineinhalb Stunden gesperrt werden. Personen wurden nicht verletzt. Eine örtliche Umleitung wurde eingerichtet. Im Gemeindegebiet von Stanz im Mürztal trat der Stanzbach nach einem Starkregen an mehreren Stellen über die Ufer und überschwemmte die L114. Die Straße war für rund zwei Stunden unpassierbar.