Erstellt am 04. April 2014, 16:41

ÖSV engagiert neuen Biathlon-Cheftrainer. Österreichs Biathlon-Herrennationalteam geht nach einer durchaus erfolgreichen Saison ohne den bisherigen Cheftrainer in den nächsten Winter.

Der Deutsche Remo Krug wurde am Freitag in Kaprun im Zuge der Analysegespräche des österreichischen Skiverbandes (ÖSV) informiert, dass sein Vertrag nach zweijähriger Amtszeit nicht verlängert werde. Ein neuer, verjüngter Weg soll eingeschlagen werden.

Und zwar mit Blickrichtung Heim-WM 2017 in Hochfilzen. Wie dieser Weg exakt aussehen könnte, wird schon in den nächsten Tagen bei Bestellung von Krugs Nachfolger wohl klarer sein. Markus Gandler als Sportlicher Leiter Biathlon und Hans Pum als ÖSV-Direktor Sport hatten sich jedenfalls gegen eine Weiterarbeit mit dem 51-jährigen Krug entschieden, Gandler war vorerst für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Krug: "Für mich ist das in keinster Weise nachvollziehbar"

Krug gab an, am Freitag nach dem Mittagessen von der für ihn überraschenden Entscheidung informiert worden zu sein. "Für mich ist das in keinster Weise nachvollziehbar", erläuterte der Coach. "Wir haben alle Ziele erreicht, ich habe das Team wieder aufgebaut." Krug hob für die abgelaufene Saison Rang vier im Nationencup, sechs Weltcup-Podestplätze sowie Olympia-Silber von Dominik Landertinger und -Staffelbronze hervor.

"Wir haben da nur positive Rückmeldungen bekommen", meinte Krug. So kurz nach der ÖSV-Entscheidung wusste Krug noch nicht, wie und wo es für ihn weitergehen könnte. In seiner Heimat scheint eine Umstellung nach einer für deutsche Verhältnisse eher erfolglosen Saison auf dem Trainersektor nicht ausgeschlossen.

Gandler: "Es ist jetzt ein anderer Weg notwendig"

Markus Gandler lobte Remo Krug. "Er war erfolgreich, Remo hat seines erfüllt. Aber es ist jetzt ein anderer Weg notwendig", sagte der Langlauf-Olympia-Zweite 1998 in Nagano. Nach dem Abgang von Routinier Christoph Sumann sei nun ein langfristiges Konzept nötig. "Die Richtung ist aber noch offen, wir werden das in einer Analyse intensiv aufarbeiten."