Erstellt am 08. Mai 2014, 12:29

ÖVP setzt in wieder voll auf Karas. Die ÖVP hat am Donnerstag ihre dritte Plakatwelle für die EU-Wahl präsentiert.

Mit dem Slogan "Wenn's um Europa geht: Karas" setzt die Partei in der finalen Phase ganz auf ihren Spitzenkandidaten Othmar Karas. Das Plakat zeigt wie die vorhergehenden Karas' Konterfei, das ÖVP-Logo fehlt. Auch die zweite Schiene mit Parteilogo fährt die ÖVP weiter.

Das Sujet mit ÖVP-Logo und dem Slogan "Gestalten statt moderieren" wird allerdings hauptsächlich in Schaukästen zu sehen sein und nicht großformatig affichiert. "Europa ist zutiefst in der DNA der ÖVP verwurzelt", sagte Generalsekretär Gernot Blümel bei der Plakatpräsentation, der 25. Mai werde eine "Richtungsentscheidung". Karas besitze "Erfahrung, Kompetenz, Glaubwürdigkeit und Durchsetzungskraft", betonte sein Kampagnenleiter Andreas Würfl. Blümel holte zum Rundumschlag gegen die politischen Mitbewerber aus, so würde etwa die SPÖ mit Spitzenkandidat Eugen Freund "einen Moderator nach Brüssel schicken", der "kein Fettnäpfchen auslässt".

Zudem werden sich Unterstützer aus Karas' Personenkomitee in Inseraten für ihn aussprechen, darunter Nationalbank-Präsident Claus Raidl, der Schauspieler Peter Simonischek sowie der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei Jean Claude Juncker. Auch ein "fahrendes Plakat" wie im Wahlkampf 2009 werde es wieder geben, kündigte Würfl an. Angesprochen auf das Sujet der Grünen, die den ehemaligen ÖVP-EU-Abgeordneten Ernst Strasser mit dem Slogan "Menschen sind wichtiger als Lobbys" plakatieren, meinte Blümel: "Ich denke, das richtet sich von selbst."

Kritik von SPÖ

Die SPÖ hat in Reaktion auf die neue Plakatwelle der ÖVP, die unter anderem mit dem Slogan "Gestalten statt moderieren" gegen den SPÖ-Spitzenkandidaten, den ehemaligen ZiB-Moderator Eugen Freund, austeilt, zum Gegenschlag ausgeholt: "OK" stehe offenbar für "Ohne Konzept", meinte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos über die Kampagne des ÖVP-Spitzenkandidaten Othmar Karas.

Karas und die EVP hätten "die letzten anderthalb Jahrzehnte in allen wichtigen Fragen versagt: Europa ist mit Rekordarbeitslosigkeit, fehlendem Wachstum, exorbitantem Steuerbetrug und sich verschärfenden sozialen Konflikten konfrontiert". Außerdem sei Karas bisher "klare Worte zu seinen ungarischen Parteifreunden von Orbans Fidesz-Partei schuldig geblieben", so Darabos. Die EVP müsse "die Fidesz endlich aus ihrer Fraktion ausschließen", forderte er.