Erstellt am 12. Juli 2015, 12:02

von APA Red

ÖVP über Schieders Kritik empört. Ganz außer sich ist die ÖVP angesichts der Kritik von SPÖ-Klubchef Andreas Schieder an Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) in der Asylpolitik. Mit "Beschimpfungen" von der eigenen Mit-Verantwortung abzulenken, sei "letztklassig und kontraproduktiv".

 |  NOEN, APA (Archiv)

Schieders Aussage sei hoffentlich ein einmaliger Irrläufer und nicht Parteilinie der SPÖ, die immerhin den Regierungschef der Republik stelle.

Mikl-Leitner setze seit Beginn der Flüchtlingskrise alle Hebel in Bewegung, um in einer schwierigen Situation konstruktive Lösungen auf den Tisch zu legen, betonte Blümel. Die SPÖ putze sich dagegen nur ab.

Klubchef Andreas Schieder hatte zuvor das Vorgehen der Ressortchefin in zwei Interviews deutlich kritisiert: "Es ist egal, ob das nun Taktik oder Überforderung ist: Beides ist schlecht", sagt Schieder in der "Presse am Sonntag".

Schon in der Samstag-Ausgabe der Tageszeitung "Österreich" hatte der Klubobmann seinen Unmut kundgetan und in Richtung Mikl-Leitner gemeint: "Die Innenministerin soll sich nicht so anstellen. Es sind jetzt weniger Flüchtlinge als während der Balkankrise da."

Mikl-Leitner erzeuge aber eine Stimmung, als wäre sie mit der Situation überfordert. Als Abhilfe empfiehlt Schieder der Ministerin, "Quartiere, die angeboten werden, auch anzunehmen - und sich nicht vor Landeshauptleuten zu fürchten". Ein zentraler Flüchtlingsmanager solle eingesetzt werden, so der Klubchef in der "Presse".