Erstellt am 07. August 2016, 20:54

Auböck verpasste trotz Rekord Aufstieg. Schwimm-Hoffnung Felix Auböck aus Bad Vöslau (Bezirk Baden) hat bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro das Semifinale über 200 m Kraul nur knapp verpasst.

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Der 19-Jährige blieb als Vorlauf-18. um 9/100 hinter den Top 16, verbesserte aber in 1:47,24 Minuten seinen 16 Monate alten nationalen Rekord um 36/100. Am Freitag tritt Auböck bei den Spielen noch über 1.500 m an, am Samstag war er über 400 m 25. gewesen.

"Das ist meine Art zu schwimmen"

Hatte er über den 400er riskiert und das hohe Anfangstempo nicht halten können, teilte er sich das Rennen diesmal sehr gut ein. Zur Hälfte der Distanz war er noch Letzter seines Laufs, letztlich gewann er ihn aber. "Das ist meine Art zu schwimmen", erklärte der Athlet von Spandau 04. "Ich bin doch eher nicht der Muskulöse, Kräftige, der vom Grundspeed lebt, die ersten 100 schnell angeht, sondern auf der zweiten Hälfte kommt. Und das hat sich heute bezahlt gemacht.

Die Einteilung sei der Schlüssel zur guten Zeit gewesen. Die letzten 50 m hatte er schon gewusst, dass er die vor ihm noch packen würde. "In schlechteren Zustand wäre es noch kritischer geworden, aber jetzt war es echt super eingeteilt." Kräftemäßig wichtig für den 200er war auch, dass er am Vorabend kein Rennen gehabt hatte. "Auf jeden Fall freue ich mich wahnsinnig über meine neue Bestzeit. Dadurch kann ich das Ausscheiden viel besser verkraften."

Das 400er-Rennen habe er mit seinem Trainer Lasse Frank noch am selben Tag analysiert. "Wir haben uns das Rennen auf Video angeschaut. Von den Frequenzen war es eher kein Problem", erläuterte der Vierte über 400 m Kraul der London-EM. "Es war viel eher der Krafteinsatz unter Wasser, der gekostet hat. Wenn ich die ersten 100 m unter Weltrekord angehe, dann darf ich mich auch nicht wundern."