Erstellt am 12. August 2016, 13:55

von Markus Nurschinger

Kuhnle mit Platz Fünf in Rio. Für Österreichs Medaillenhoffnung Corinna Kuhnle wurde es nach Bestzeit im Halbfinale letztlich der Fünfte Platz.

GEPA/Philipp Brem

Nichts wurde es mit der erträumten Medaille im Wildwasserslalom für die Höfleinerin Corinna Kuhnle.

Als Zwölfte hatte sie sich am Montag im Vorlauf für das Halbfinale qualifiziert, und zeigte dort am Donnerstag zunächst groß auf. Mit Bestzeit zog sie souverän ins Finale der besten Zehn ein. Damit startete die 29-jährige amtierende Gesamtweltcupsiegerin im großen Finale als Letzte der Finalistinnen, von denen davor nur zwei fehlerfrei geblieben waren.

Aber auch die Klosterneuburgerin berührte sehr früh zwei Stangen, das hieß vier Strafsekunden. Kuhnle riskierte danach, konnte die Zeit aber nicht mehr aufholen. Auf Bronze fehlten der zweifachen Weltmeisterin 2,26 Sekunden.

"Torberührungen waren das Problem"

Ihre Bestzeit im Semifinale, die erst nach einem erfolgreichen Protest von Coach Michael Seibert gegen eine 50-Sekunden-Zeitstrafe festgestanden war, hat Kuhnle laut eigenen Angaben nicht unter Druck gesetzt. „In erster Linie waren im Finale die Torberührungen das Problem. Mit zwei Strafsekunden nach den ersten drei Toren weiterzufahren, ist nicht ganz einfach. Es war trotzdem ein guter Lauf und nicht alles verhaut“, sagte die Olympiaachte von London.

Am Ende blieb Kuhnle auf der 242 Meter langen und mit 24 Toren versehenen Strecke 3,21 Sekunden hinter ihrer Zeit aus dem ident gesetzten Semifinale, die locker zu Silber gereicht hätte. „Dass es nicht gereicht hat, ist natürlich bitter. Unterm Strich ist ein fünfter Platz nicht schlecht, aber bei Olympischen Spielen nicht die erhoffte Medaille. Im Vergleich zu London hat es mir viel mehr Spaß gemacht, weil ich es mehr genießen konnte“, sagt Kuhnle im ORF Interview.

Gold ging an die Spanierin Maialen Chourraut. Dahinter landeten die Neuseeländerin Luuka Jones (+ 3,17) und die Australierin Jessica Fox (3,84).