Erstellt am 12. August 2016, 23:55

Auftakt verpatzt - 49er-Duo startete mittelprächtig. Auch Österreichs 49er-Herren sind nicht optimal in die Olympia-Regatta vor Rio gestartet. Nico Delle Karth/Niko Resch kamen am Freitag auf die Ränge 17 und 6 und liegen an 13. Stelle.

 |  APA

"Das war nicht ganz der Einstand, den wir uns erhofft haben, aber es ist nichts passiert", versicherte Delle Karth. Bei den 470ern sind Matthias Schmid/Florian Reichstädter Siebente, Lara Vadlau/Jolanta Ogar Achte.

"Es war viel drinnen in der ersten, in der Mitte des Rennens waren wir voll dabei, die Verhältnisse waren crazy. Auf der zweiten Kreuz ist es uns aus der Hand gekommen, bevor wir es gecheckt habe, sehr schade", sagte Steuermann Delle Karth. "Die zweite Wettfahrt war Schadensbegrenzung, somit sind wir wieder dabei. Zumindest für unser Gefühl. Der Start war exzellent, wir haben das Luv-Boot aber leicht berührt und mussten ein Ringerl drehen."

Es habe exzellente Einzelaktionen gegeben, das Ganze habe aber noch nicht ganz zusammengepasst. "Immer wieder haben sich Leute auf uns raufgelegt, die uns in den entscheidenden Momenten extrem viele Meter gekostet haben. Und gepaart mit dem Wind ist es super-zäh."

Vorschoter Resch sagte, man habe den Wind vom Charakter her ganz gut gekannt, konnte es aber nicht ganz umsetzen. "Es ist mühsam, wenn du weißt, wie es funktioniert und dann Punkte liegen lässt." Die Neuseeländer Peter Burling/Blair Tuke gewannen beide Wettfahrten und führen mit zwei Zählern, das OeSV-Duo hat 23.

Der Wettfahrttag hatte wegen des Wartens auf Windes verspätet begonnen, die 470er absolvierten jeweils nur ein Rennen. Vadlau/Ogar wurden Sechste, sie haben als Gesamtachte 26 Punkte auf dem Konto, die führenden Britinnen Hannah Mills/Saskia Clark 12. Schmid/Reichstädter fuhren mit 16 ein Streichresultat ein, als Zwischenrang-Siebente halten sie bei 27, die führenden Kroaten Sime Fantela/Igor Marenic bei sieben.

"Langsam wird es frustrierend", sagte Vadlau, als nach einem tollen Start nur Platz sechs rausschaute. "Wir haben das Herz in die Hand genommen, scheiße gelaufen, schon wieder. Aber ich spüre, dass wir ganz knapp dran sind. Die taktischen Entscheidungen sind alle sauber, aber das letzte Glück fehlt einfach. Und das braucht man, um ganz vorne mitzufahren. Aber einige haben heute tief in den Topf gegriffen, es ist alles offen, wir geben nicht auf", sagte die Kärntnerin. "Dass uns vier Boote überholen, passiert uns normal nicht. Man lernt nie aus."

Schmid hoffte, dass dies wirklich das Streichresultat war. "Wir sind nicht gut gesegelt heute, nicht in den Rhythmus gekommen. Haben auch kein gutes Gefühl für den Wind gehabt. Ich habe auch einen Fehler auf der Vorwind gemacht, da haben wir dann den Anschluss verloren", gab sich der Steuermann selbstkritisch. "Wir müssen schauen, dass das nicht noch einmal passiert, wenn wir vorne mitmischen wollen. Den richtigen Lauf haben wir noch nicht, wird Zeit, dass der kommt." Die 470er haben am Samstag einen Ruhetag.