Erstellt am 13. August 2016, 06:30

Weißhaidinger überraschte. Magdalena Lobnig hat am Freitag bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro für das Highlight aus österreichischer Sicht gesorgt.

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Die Ruder-Europameisterin qualifizierte sich im Schweren Frauen-Einer für das Finale. Aber auch Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger sorgte für eine positive Überraschung, als Zweiter der Qualifikation.

Während die Beach-Volleyballer Clemens Doppler/Alexander Horst im Achtelfinale ausschieden, stehen die Tischtennis-Damen nach einem 3:1-Erfolg über die Niederlande im Viertelfinale.

Gute Leistungen zeigten am Freitag auch der Oberwarter Golfer Bernd Wiesberger und Siebenkämpferin Ivona Dadic (Union St. Pölten) bei ihren ersten zwei Bewerben, in der Abendsession kam Dadic jedoch nicht mehr ganz an ihre Top-Leistungen heran. David Obernosterer verlor im Badminton nach guter Leistung auch sein zweites Gruppenspiel und ist damit ausgeschieden.

Lobnig kam als Dritte ihres Semifinales in den Endlauf der Top sechs am Samstag (15.45 Uhr MESZ). Die 26-jährige Kärntnerin lieferte eine souveräne Vorstellung ab, lag nach der 1.500er-Marke in Führung und kam schließlich 1,51 Sekunden hinter der Chinesin Duan Jingli und 0,92 hinter der US-Amerikanerin Genevra Stone ins Ziel.

Die Tschechin Miroslava Knapkova, Olympiasiegerin von London 2012, hielt Lobnig sicher auf Distanz. "Das Ziel war immer das Finale, jetzt kann ich es einfach genießen", meinte die Völkermarkterin. Die Brüder Bernhard und Paul Sieber wurden im B-Finale des Leichtgewichts-Doppelzweiers Sechste und belegten damit Platz zwölf.

Österreichs Tischtennis-Damen haben im Teambewerb zumindest Platz fünf sicher. Liu Jia, Sofia Polcanova und Li Qiangbing besiegten im Achtelfinale die Niederlande 3:1, um den Einzug in das Semifinale geht es am Samstag (Sonntag, 0.30 Uhr MESZ) gegen Japan.

Die Beach-Volleyballer Doppler/Horst haben dagegen im Achtelfinale ihre Meister gefunden. Gegen die favorisierten und groß aufspielenden Kubaner Nivaldo Nadhir Diaz/Sergio Reynaldo Gonzalez setzte es an der Copacabana eine glatte 0:2-(-17,-14)-Niederlage. Doppler/Horst beendeten das olympische Turnier damit auf dem neunten Rang.

Wiesberger zeigte sich am zweiten Tag des Golfturniers gegenüber dem Vortag (Platz 50 mit 74 Schlägen/3 über Par) stark verbessert. Der Burgenländer schrieb eine 67er-Runde an und lag damit vier unter Par. Bei sechs Birdies verbuchte Wiesberger ein Doppelbogey (zwei Schlagverluste).

Wiesberger lag mit gesamt 141 Schlägen und eins unter Par auf Rang 22. Es führt der Australier Marcus Fraser mit 132. "Es ist noch alles möglich", sagte Österreichs Nummer eins.

Gleich am ersten Tag der Leichtathletik-Bewerbe überraschte Weißhaidinger. Mit einem Wurf auf die Saisonbestleistung von 65,86 m in seinem zweiten Versuch hat Weißhaidinger als zweitbester der Qualifikation das Finale am Samstag (15.50 Uhr MESZ) erreicht.

Der 24-jährige Oberösterreicher schaffte als erster Diskuswerfer aus Österreich nach Gerhard Mayer 2009 (WM) den Finaleinzug bei einem Freiluft-Großereignis auf Weltebene.

Dadic bot in den ersten zwei Bewerben des olympischen Siebenkampfs der Leichtathletinnen ähnlich gute Leistungen wie zuletzt bei ihrem dritten EM-Rang, fiel in der Abendsession von diesem Niveau aber etwas ab.

Die für die Union St. Pölten startende Oberösterreicherin kam am Vormittag über 100 m Hürden auf 13,84 Sekunden (23.) und im Hochsprung auf 1,77 m (15.). Am Abend erreichte sie beim Kugelstoßen 13,48 m (18.) und über 200 m auf 24,60 Sekunden (15.). Mit insgesamt 3.622 Punkten rangierte die 22-Jährige nach vier Bewerben an der 20. Stelle.

Im Segeln sind die 470er-Damen Lara Vadlau/Jolanta Ogar auf einen sechsten Platz gekommen und im Gesamtklassement weiterhin Achte. Das 470er-Herren-Duo Matthias Schmid/Florian Reichstädter kam in der ebenfalls einzigen Wettfahrt ihrer Klasse am Freitag auf Platz 16 und liegt weiterhin auf Zwischenrang sieben. Das 49er-Duo Nico Delle Karth/Niko Resch kam in den Wettfahrten auf die Ränge 17 und 6 und ist mit 23 Punkten Gesamt-13.

Seit Freitag steht fest, das die österreichischen Beckenschwimmer in Rio ohne Erfolgserlebnis blieben. Keiner der sechs OSV-Schwimmer kam über den Vorlauf hinaus. Am Freitag belegte Birgit Koschischek über 50 m Kraul in 25,58 Sekunden Rang 39, Felix Auböck wurde über 1.500 m Kraul in 15:36,24 unter 45 Teilnehmern 42. Beide waren sie nicht ganz fit angetreten, besonders Auböck.

Judoka Daniel Allerstorfer schied in der Schwergewichtsklasse über 100 kg in der ersten Runde aus. Der 23-jährige Oberösterreicher unterlag dem Russen Renat Saidow mit einer Yuko-Wertung.

Für Obernosterer war erwartungsgemäß auch im zweiten Badminton-Gruppenspiel kein Sieg zu holen. Der Vorarlberger unterlag am Freitag dem ehemaligen WM-Dritten Nguyen Tien Minh aus Vietnam 0:2 (-18,-14), wobei er aber vor allem im ersten Satz eine sehr gute Figur abgab. Zum Abschluss trifft Obernosterer am Sonntag (15.40 Uhr MESZ) auf Wladimir Malkow.

Keine Erfolgserlebnisse gab es auf den Schießständen. Die Sportschützen Thomas Mathis (Platz 17 mit 622,4 Ringpunkten) sowie der Rabensteiner Alexander Schmirl (24. mit 621,4 Punkten) verfehlten im Kleinkaliber-Liegendbewerb das Finale der besten acht klar.

Skeet-Schütze Sebastian Kuntschik traf im ersten Teil der Qualifikation nur 68 von 75 Wurfscheiben und lag unter 32 Teilnehmern auf Rang 26. Der Salzburger hatte vor dem zweiten Teil der Qualifikation am Samstag keine Chance auf die Finalqualifikation der besten sechs Schützen.