Erstellt am 09. Oktober 2014, 13:48

von APA Red

OMV: Roiss und Floren müssen gehen. OMV-Chef Gerhard Roiss und OMV-Vorstand Hans-Peter Floren müssen vorzeitig gehen. Das habe das Aufsichtsratspräsidium am Mittwoch beschlossen, schreibt die "Presse".

Der formelle Beschluss durch den Aufsichtsrat soll demnach am Dienstag erfolgen. Über eine vorzeitige Ablöse von Roiss hatte zuletzt auch der "Standard" spekuliert.

Roiss: Gerüchte um Vertragsauflösung hatten sich verdichtet

Die Verträge der beiden Vorstände wären noch bis Frühling 2017 gelaufen. Sie sollen noch am Donnerstag von ÖIAG-Chef Rudolf Kemler über ihre vorzeitige Ablöse informiert werden, so die Zeitung online. Kemler ist in seiner Funktion als ÖIAG-Chef auch Aufsichtsratspräsident der OMV.

Der 1952 geborene OMV-Chef Roiss ist seit Anfang der 1990er Jahre im OMV-Konzern tätig, seit 1. April 2011 als Vorstandsvorsitzender. Gerüchte um eine mögliche vorzeitige Vertragsauflösung hatten sich zuletzt verdichtet, nachdem im Sommer ÖIAG-Chef Rudolf Kemler den E&P-Vorstand Jaap Huijskes, der selbst übernächstes Jahr den Hut nimmt, als möglichen Roiss-Nachfolger ins Spiel gebracht hatte.

Roiss selbst soll Mitte August in einem Brief an Kemler die Aufspaltung des Gas&Power-Bereichs in zwei größere Sparten gefordert haben, um den - so die Mutmaßung damals in der "Presse" - "ungeliebten" Gas-Vorstand Hans-Peter Floren zu "entmachten". Die neue OMV-Gasstrategie solle in sechs bis zwölf Monaten fertig sein, hatte Roiss Ende August erklärt.