Erstellt am 11. Juli 2016, 10:04

von APA Red

Drei tödliche Badeunfälle in Österreichs Seen. Das Hochsommerwetter hat am Wochenende viele Badegäste an die Seen gelockt. Für zwei Frauen und einen Afghanen endete das Vergnügen allerdings tödlich. Im Traunsee starb eine 81-Jährige beim Schwimmen, im Irrsee eine 77-jährige Pensionistin. Im steirischen Pibersteinsee wollte ein 18-jähriger Afghane ans andere Ufer schwimmen und ging unter.

 |  APA (Archiv/dpa)

Im Irrsee bei Zell am Moos war eine 77-Jährige aus Hallwang mit einer gleichaltrigen Freundin schwimmen gegangen. Dabei klagte sie plötzlich über Atemprobleme. Ihre Begleiterin machte andere Badegäste aufmerksam und die Schwimmerin wurde mit einer Luftmatratze zum Badesteg gebracht. Trotz sämtlicher Reanimationsmaßnahmen verstarb die 77-Jährige kurz darauf.

In Maria Lankowitz wollte ein 18-jähriger Afghane kurz vor 16.00 Uhr an der nördlichen Seite den See über eine Strecke von 80 Metern durchqueren. Nach etwa 40 Metern kam er nicht mehr weiter und verschwand von der Wasseroberfläche. Der andere Badegast barg den leblosen Jugendlichen. Der alarmierte Notarzt konnte aber nur noch den Tod feststellen.

In Schörfling in Oberösterreich wollte sich am späten Sonntagnachmittag ein 40-jähriger Bosnier in der Ager abkühlen. Er wurde beim Schwimmen über eine Wehr getrieben und von einer Sogwelle unter Wasser gedrückt. Ein anderer Badegast sprang sofort in den Fluss und befreite den Mann unverletzt aus dem Strudel. Der Retter wurde dabei aber selbst am Fuß verletzt und war so erschöpft, dass er von der Feuerwehr aus dem Wasser geholt werden musste. Er wurde zur Kontrolle ins Spital eingeliefert.