Erstellt am 09. August 2015, 11:59

von APA/Red

OSV-Athleten bei Schwimm-WM weit von Weltspitze weg. Österreichs Beckenschwimmer sind bei den Weltmeisterschaften in Kasan über die Vorläufe nicht hinausgekommen, entsprechend nüchtern fällt das Resümee von OSV-Trainer Walter Bär aus.

 |  NOEN, APA (DPA)

"Ich würde die Ergebnisse per se nicht als Katastrophe einordnen, aber es ist teilweise etwas ernüchternd, an welcher Stelle man mit diesen Ergebnissen landet. Es ist noch viel Luft nach oben da." Am Willen und der Einstellung der Athleten sei es aber nicht gelegen. "Die WM war eine sehr gute Standortbestimmung. Auf dem Weg nach Rio liegt noch viel Arbeit vor uns, man hat gesehen, dass man trotz persönlicher Bestzeiten leider noch nicht mit der Weltspitze mitschwimmen kann", meinte Bär.

Am Sonntag waren als letzte OSV-Athleten jeweils über 400 m Lagen Jakub Maly (20.) und Jördis Steinegger (22.) im Einsatz. Wie schon über die 200 m Lagen stellte Maly auch über die doppelte Distanz eine neue persönliche Bestleistung auf und bestätigte die bereits erbrachte EM-Norm. In 4:19,20 Minuten blieb er um 1/100 Sekunde unter seiner Bestmarke von 2013. Maly hielt lange sehr gut mit, das Olympia-Limit von 4:16,71 war letztlich aber außer Reichweite. "Ich wäre gern eine Zeit um 4:18 geschwommen, um mich deutlicher zu verbessern. Aber auf den letzten 50 Metern ist mir ein bisschen die Kraft ausgegangen", bekannte Maly.

Steinegger markierte persönliche Saisonbestleistung

Steinegger markierte in 4:45,50 persönliche Saisonbestleistung. Sie bestätigte die von ihr bereits erbrachte EM-Norm, das international vorgegebene Olympia-Limit (Olympic Qualifying Time) von 4:43,46 verpasste sie, das nationale bestätigte sie. "Damit bin ich sehr zufrieden", meinte Steinegger, die wie Lisa Zaiser und David Brandl in Russland bleibt und Montag zum Weltcup nach Moskau weiterfliegen wird. Von dort geht es nach Paris.

Miro Zeravica, der Trainer von Felix Auböck, der über 200, 400 und 1.500 m Kraul bereits die Olympia-Norm erreicht hat, nahm seinen Schützling in Schutz. "Felix hat eine lange Saison hinter sich, seit Berlin im letzten Jahr gab es kaum eine Pause. Aber er hat mit drei Olympia-Normen viel erreicht, auch in Kasan zeigte er in den ersten beiden Rennen auf. Er ist noch sehr jung und ich bin sicher, dass wir noch einiges von ihm sehen werden." Auböck wurde bei der WM über 400 m Kraul in persönlicher Bestzeit 20., über 200 m Kraul 29. und über 1.500 m Kraul 37.