Erstellt am 28. April 2014, 10:20

OSZE ruft zu Freilassung ihrer Beobachter auf. Der Vorsitzende der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE), der Schweizer Außenminister Didier Burkhalter, hat die Freilassung der Militärbeobachter gefordert, die von prorussischen Separatisten in der Ostukraine festgehalten werden.

 In einer in der Nacht auf Montag von der OSZE veröffentlichten Erklärung verurteilte Burkhalter die Festsetzung der Beobachter. Die Separatisten halten seit Freitag mehrere Beobachter in ihrer Gewalt, darunter vier Deutsche. Auch die Bundesregierung verlangt die sofortige Freilassung der Gruppe. Die prorussischen Separatisten in der Ostukraine ließen am Sonntag einen OSZE-Militärbeobachter aus Schweden frei, der unter Diabetes leidet.

Burkhalter betonte, die OSZE arbeite auf allen Ebenen weiter daran, die Beobachter freizubekommen. Die Festsetzung der unbewaffneten Militärinspekteure sei "inakzeptabel". Die Sicherheit aller internationalen Beobachter in dem Land müsse sichergestellt werden, erklärte der Schweizer Außenminister weiter.

Burkhalter dankte allen internationalen Partnern für ihre Hilfe. Er hoffe, dass die Signale einer Unterstützung durch Russland schnell zu einem Fortschritt in der Angelegenheit führen würden. Es müssten Wege gefunden werden, die Krise in der Ukraine friedlich zu lösen.

Pro-russische Separatisten haben derweil der Regierung in Kiew zufolge ein weiteres Gebäude im Osten der Ukraine eingenommen. Das Polizei-Präsidium in der Stadt Kostjantyniwka sei in ihrer Gewalt, teilte das Innenministerium am Montag mit. Seit der Früh besetzten etwa 30 Separatisten das Erdgeschoss, sagte eine Sprecherin. "Die Verhandlungen mit dem örtlichen Polizeichef laufen".

"Wir wissen nicht, was ihre Forderungen sind", sagte sie. Bewaffnete Separatisten haben in den vergangenen Wochen zahlreiche Regierungsgebäude in der Ost-Ukraine in ihre Gewalt gebracht.