Erstellt am 04. April 2015, 10:55

von APA/Red

Papst Franziskus feiert im Petersdom die Osternacht. Papst Franziskus feiert am Samstag die Osternacht im Petersdom in Rom. Zur mehrstündigen Zeremonie, die an die Auferstehung Jesu erinnert, werden Tausende Pilger erwartet. Mit der Weihe des Feuers für die Osterkerze wird der Heilige Vater in der Vorhalle des Petersdoms die festliche Liturgie zur Auferstehung Christi beginnen.

Den Höhepunkt erreichen die Osterfeierlichkeiten am Sonntag mit einer festlichen Ostermesse auf dem Petersplatz. Anschließend verkündet der Papst die traditionelle Osterbotschaft und spendet den Segen Urbi et Orbi (der Stadt Rom und dem Erdkreis).

Im Vatikan liefen am Samstag die Vorbereitungen für die Osterfeiern mit Papst Franziskus: Seit der Früh dekorierten etwa zwei Dutzend Floristen aus den Niederlanden den Petersplatz für die Ostermesse. Insgesamt 42.000 Blumen und Gartenpflanzen sollen die Stufen vor der vatikanischen Basilika am Sonntag in ein frühlingshaftes Farbenmeer verwandeln. Die Blumen sind das traditionelle Geschenk niederländischer Blumenzüchter.

Am Freitagabend betete Franziskus mit Zehntausenden den traditionellen Kreuzweg am Kolosseum. Das 78-jährige Oberhaupt der katholischen Kirche hatte für die Abschaffung der Todesstrafe, gegen Kindesmissbrauch und gegen religiöse Verfolgung gebetet. "Wir sehen dich an Jesus, ans Kreuz genagelt. Und drängende Fragen tun sich auf: Wann wird die Todesstrafe abgeschafft? (...) Wann wird jede Form der Folter und der gewaltsamen Unterdrückung unschuldiger Menschen beseitigt?", sagte der Papst.

Zuvor hatte der Heilige Vater den traditionellen Kreuzweg im Kolosseum geleitet. Das Holzkreuz trug der Papst nicht selbst. Die Meditationen für die 14 Stationen des Kreuzwegs wurden in diesem Jahr vom italienischen Bischof Renato Corti verfasst. In den Texten ging es unter anderem um den sexuellen Missbrauch von Kindern sowie um Kinder, die als Soldaten, Sklaven oder durch Menschenhandel ihrer Rechte beraubt werden. Außerdem ging es um religiöse Verfolgung durch bewaffnete Gruppen.