Erstellt am 22. März 2015, 14:04

Pegida-Kundgebung und Gegendemo in Bregenz. Etwa 70 Pegida-Anhänger (laut Polizei) sahen sich am Sonntag in Bregenz mehreren hundert Pegida-Gegnern gegenüber. Während die Pegida-Freunde auf dem Kornmarktplatz "Wir sind das Volk" skandierten, setzte es von den etwa 100 Meter entfernten Pegida-Gegnern Pfiffe. Die Deutsche Sabrina Grellmann begrüßte die Pegida-Fans und kündigte an, Pegida zu einem europaweiten Flächenbrand machen zu wollen.

Während die Pegida-Freunde auf dem Kornmarktplatz "Wir sind das Volk" skandierten, setzte es von den etwa 100 Meter entfernten Pegida-Gegnern Pfiffe. Die Deutsche Sabrina Grellmann begrüßte die Pegida-Fans und kündigte an, Pegida zu einem europaweiten Flächenbrand machen zu wollen.

"Wir sind das Volk" war nicht nur ein Lied-Refrain zur Einstimmung, sondern auch der Ruf, den die Pegida-Anhänger immer wieder aufs Neue wiederholten. Die Anhänger waren mit österreichischen und deutschen Fahnen gekommen, auch die Vorarlberg-Flagge war zu sehen. Plakate wie "Islamismusfeind = Menschenfreund", "Dahoam statt Islam" oder "Maria statt Scharia" drückten die Gefühlslage der Pegida-Anhänger aus.

Begrüßt wurden die Teilnehmer von Sabrina Grellmann, die die Pegida im Schwarzwald organisiert. "Wo sind die Patrioten aus Österreich? Aus der Schweiz? Aus Deutschland?", fragte sie und erhielt Antwort in Form von lautem Grölen. Auch die beiden Hauptredner - der Deutsche Michael Stürzenberger und der Schweizer Ignaz Bearth - stammten nicht aus Österreich. Die "linken Idioten" hätten vergessen, dass der Islam schon vor hunderten Jahren Europa habe überrollen wollen, betonte Stürzenberger, der auch das Islamgesetz scharf kritisierte. Man strebe eine "friedliche Revolution von unten" an.

Währenddessen waren die Gegendemonstranten durch ein Gebäude und etwa 100 Meter von den Pegida-Anhängern getrennt. Sie pfiffen, schrien "Nazis raus" und "Ob Ost, ob West, nieder mit der Nazi-Pest". Übergriffe blieben aber aus, das Großaufgebot der Polizei zeigte Wirkung.