Erstellt am 04. September 2016, 09:50

G-20-Gipfel in China hat begonnen. Im ostchinesischen Hangzhou hat das G-20-Treffen begonnen. Der chinesische Präsident Xi Jinping empfing die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrie- und Schwellenländer, darunter auch US-Präsident Barack Obama und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel.

 |  APA/dpa

Zum Auftakt wollen die Politiker über Maßnahmen gegen die weltweite Konjunkturflaute beraten.

Neben den Plenarberatungen soll es in vielen Zweier- und Dreierbegegnungen um internationale Krisen wie Syrien oder die Ukraine gehen. Es wird erwartet, dass die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit Italiens Regierungschef Matteo Renzi und Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan trifft. Dabei dürfte auch der EU-Flüchtlingspakt mit der Türkei zur Sprache kommen.

Erdogan wird zudem auch mit US-Präsident Barack Obama zusammentreffen. Russlands Präsident Wladimir Putin wird mit Xi Jinping sprechen und hat ebenfalls Treffen mit Merkel und Hollande geplant.

Die Europäische Union fordert von ihren Partnern in der G-20 eine gerechtere Verteilung der Lasten durch Flüchtlinge. Europa sei mit seiner Aufnahmefähigkeit "kurz vor dem Limit", sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Sonntag in der ostchinesischen Stadt Hangzhou. Derzeit seien 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht.

Die Gründe für Flucht- und Migrationsbewegungen könnten nur global angegangen werden. "Die G-20 muss ihren Teil an Verantwortung übernehmen", sagte Tusk und schloss China ausdrücklich darin ein. Die drei größten G-20-Länder USA, Russland und China, der diesjährige Gipfelgastgeber, nehmen nur wenige oder gar keine Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien auf. Tusk schlug vor, alle Länder sollten mehr humanitäre Unterstützung und mehr Entwicklungshilfe leisten.

Der Zwanziger-Gruppe gehören 19 große Industrie- und Schwellenländer und die Europäische Union (EU) an. Am Vortag des Gipfels hatten die USA und China als größte Produzenten klimaschädlicher Gase das Pariser Klimaschutzabkommen von 2014 ratifiziert.