Erstellt am 20. Februar 2015, 08:36

von APA/Red

Heinisch-Hosek denkt nicht an Rücktritt. Probleme bei der Durchführung der neuen Matura, Rücktrittsaufforderung der Grünen und Angriffe des Koalitionspartners - Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) denkt nicht daran, ihre Funktion zurückzulegen.

Sie wolle das Projekt der neuen Matura "zur Jahresmitte als geglückt begrüßen können und daher sehe ich überhaupt keinen Grund" für einen Rücktritt..

"Ich möchte dabei sein, wenn die zentrale Reifeprüfung heuer über die Bühne geht. Ich finde dieses Projekt großartig", stellte die Ressortchefin fest. Dass die Schüler die standardisierte Prüfung in drei Teilen - Vorwissenschaftliche Arbeit, zentrale schriftliche Prüfung, mündliche Prüfung - absolvieren und sich präsentieren können, sei für diese eine "wirkliche" Erleichterung.

"Bildungsressort hat kein frei verfügbares Budget"

Die Matura sei aber nur ein Projekt, im Bildungsbereich harren noch etliche der Verwirklichung, so Heinisch-Hosek: "Es sind viele Neuerungen passiert. Durch die Unterdotierung des Budgets ist es herausfordernd und nicht immer leicht. Aber uns ist Bildung etwas wert, daher wird auch über das Geld positiv zu reden sein, da bin ich überzeugt."

Zu einem Brief an Finanzminister Hans-Jörg Schelling (ÖVP), in dem sie wegen zusätzlicher Finanzmittel unter anderem für einen neuen Ethikunterricht vorgefühlt habe, hieß es aus dem Bildungsressort, man habe Schelling "nochmals die Budgetsituation dargelegt, die ihm seit Monaten bewusst sein sollte". Dies sei eine übliche Vorgangsweise zwischen Ressorts. Darüber hinaus sei es "allgemein bekannt, dass das Bildungsressort kein frei verfügbares Budget hat - da braucht es eine gemeinsame Kraftanstrengung".

"Ich denke an die Zukunft"

Heinisch-Hosek hält fest: "Ich denke an die Zukunft". Es gehe ihr darum, einen Bereich nach dem anderen abzuarbeiten. "Das ist meine Agenda - und nur an die denke ich", so die Ministerin.

An konkret anstehenden Bereichen nannte sie etwa die Schuleingangsphase, die Erwachsenenbildung oder die Lehre mit Matura. "Es sind so viele Aufgaben da, wenn ein Projekt vorbei ist, hat das nächste längst begonnen", meinte die Ministerin.