Erstellt am 27. Februar 2015, 13:13

von APA/Red

Ukrainische Armee setzte Abzug schwerer Waffen fort. Die ukrainische Armee setzt nach eigenen Angaben den Abzug schwerer Waffen aus dem umkämpften Osten des Landes fort.

Da die Zahl der Angriffe vonseiten der prorussischen Separatisten erheblich zurückgegangen sei, werde der Abzug von 100-Millimeter-Kanonen entlang der Frontlinie fortgeführt, sagte Armeesprecher Anatoli Stelmach am Freitag.

Im Kriegsgebiet Donbass würden die Geschütze 25 Kilometer hinter die Frontlinie gebracht, sagte auch Sergej Galuschko vom ukrainischen Verteidigungsministerium am Freitag der Agentur Interfax zufolge. Auch die prorussischen Separatisten setzten ihren Abzug der Militärtechnik fort.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bestätigte den Abzug. "Wir sehen, dass beide Seiten Maßnahmen ergreifen, um die Minsker Vereinbarungen zu erfüllen", sagte der Vizechef der OSZE-Mission in Kiew, Alexander Hug, dem russischen Sender RT.

"Unsere Militärs sind jederzeit bereit"

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko betonte gleichzeitig, die Armee bleibe auf der Hut: "Unsere Militärs sind jederzeit bereit, die Ausrüstung auf die alten Linien zurückzuverlegen und den Feind schnell zurückzustoßen", sagte er in einer Ansprache vor Soldaten.

Die ukrainische Armee hatte am Donnerstag mit dem Abzug schwerer Waffen aus dem Kampfgebiet begonnen. Gemäß den Bedingungen einer Waffenruhe soll er binnen zwei Wochen abgeschlossen sein.

Trotz der vereinbarten Waffenruhe im Kriegsgebiet Ostukraine sind nach Militärangaben drei Soldaten getötet und sieben weitere verletzt worden. Es handle sich um Zahlen der vergangenen 24 Stunden, sagte der Sprecher der Regierungstruppen, Andrej Lyssenko, am Freitag in Kiew. Details nannte er zunächst nicht.

Prorussische Separatisten kämpfen im Osten der Ukraine seit Monaten gegen die ukrainische Armee. Am Freitag befasst sich der UNO-Sicherheitsrat in einer Dringlichkeitssitzung mit dem Konflikt.